Autor: golf2go

  • Stage 6 – 40h wach + Baden in der norwegischen See!

    Hi von den Lofoten🇳🇴⛰️

    Die ersten Stunden hier waren schon krass, aber das war eben nur der Anfang. Dieses Foto ⬇️ ist nicht in den ersten Stunden entstanden. Damit will ich einfach versuchen, euch einen realistischen ersten Eindruck zu vermitteln. Eine Art Einleitung, die diesem Ort hier vielleicht irgendwie gerecht werden könnte – und das ist gar nicht so einfach. Eure Augen würden wahrscheinlich noch viel mehr strahlen , wenn ihr all das hier live & in Farbe sehen könntet, statt nur auf Bildern.

    Stellt euch darauf ein -> Dieses Landschaftsbild ist hier
    Dauerzustand.

    Um kurz vor 05:00 Uhr morgens fuhren wir in den Hafen von Moskenes ein. Nun war es soweit. Hallo Lofoten. Allein die ersten Bilder sprechen doch schon Bände, oder? Dieser Ort ist einfach besonders. Komplett vercheckt durch Schlafmangel, geblendet von der strahlenden Sonne und total überdreht durch meine Vorfreude, sprang ich zwischen Autos, Leitplanke, Wasser, der Straße und anderen Menschen umher. Die hielten mich sicher alle für verrückt, aber das bin ich ja auch irgendwie, und ganz ehrlich, es ist mir „lachs“, was andere von mir denken. Ich bin gerade glücklich, habe meinen Spaß und das zeige ich auch. Damit schade ich keinem, also lasst mich machen. 🤪

    Das erste Foto auf den Lofoten am Fährhafen in Moskenes
    Bild Nr. 2, nachdem wir in Moskenes eingefahren sind – WOW 🤩

    Eine kurze Toilet-Mission, dann wurde erstmal beratschlagt, wie es nun weitergehen soll. Gerade hatte ich mir ein Red Bull „reingezwirbelt“, weil wir eigentlich direkt noch etwas Strecke machen wollten. So viele Kilometer lagen heute zwar nicht vor uns, aber was man hat, das hat man. Am Abend war mal wieder ein gemeinsames Treffen mit allen Teams auf einem Campingplatz geplant. Dort, wo auch die Tagesaufgabe erledigt werden soll. Früher dort sein kann also nicht schaden, umso mehr Zeit haben wir zum Chillen und Norwegen genießen. Dieser Plan zerschlug sich allerdings recht schnell. Die Konzentration war durch den Schlafentzug nicht on point, die Weiterfahrt also verschoben. Verstehe ich natürlich, für mich dennoch richtig blöd, denn wer mich etwas besser kennt, weiß: Nach so einem Red Bull und zusätzlich mit der Vorfreude durch die Ankunft auf den Lofoten werde ich kein Auge schließen können. Am untersten Zipfel der Lofoten angekommen, so weit, wie es mit einem Auto möglich war, fanden wir einen Parkplatz. Sogar kostenlos. Unsere Chance, die Zelte aufzuschlagen und etwas Rast zu machen. Team Golfrich und T3 verschwanden in ihren Betten, ich nicht. Ich zog mir meine Laufschuhe an und beschloss, laufen/wandern zu gehen. Ich könnte jetzt nichtmal ans Schlafen denken und will hier so viel sehen, wie es nur irgendwie möglich ist. Ich bin nicht umsonst auf den Lofoten von denen ich schon so lange träume. Vielleicht etwas verrückt, dafür gar nicht zu schlafen, aber wat willst’ machen? Fix etwas die steifen Knochen vom ewigen Autofahren gedehnt, joggte ich gemütlich los. Ein paar verwirrte Blicke der anderen Rallye-Teams gabs gratis. Ihr müsst euch vorstellen: Dieser Parkplatz wurde, wie die Wartestreifen vor der Fähre in Bodø, in einen kleinen Campingplatz verwandelt. Aufgeschlagene Lager, Zelte, Kaffee wurde gekocht, es wurde beisammengesessen und etwas gegessen. Und dann komme ich. Irgend so eine Irre, die nicht chillen kann und ohne Schlaf erstmal laufen geht. Jap, that’s me! Für mich jedenfalls echte Erholung. Ich brauche das hin und wieder. Allein sein, Dinge allein unternehmen, vielleicht etwas Musik auf den Ohren oder auch einfach mal nichts hören. Mit keinem reden, mich mit keinem absprechen müssen was als Nächstes zu tun ist. Einfach machen. Genau so an diesem Morgen. Ich lief zum südlichsten Punkt der Lofoten, den ich mal eben so zu Fuß erreichen konnte. Etwas schade, dass nicht noch mehr Zeit war. Da wäre noch einiges an Klettern und Erkunden drin gewesen, aber die Zeit drückte. Trotzdem genoss ich die Zeit und bestaunte Berge und Täler, saß am Wasser, lief durch die grasbewachsenen, aber dennoch steinigen Ebenen, sprang über kleine Felsen, von Steinen herunter und wieder hinauf und machte ein paar coole Aufnahmen und Fotos. Ich hatte die Zeit meines Lebens. Herrlich. Besser als Schlaf in diesem Moment.

    Lofoten – Here I am!
    Einen Moment nur mit mir🙏🏻
    Ein einziges Haus inmitten der Berge und des Wassers🛖

    Ich machte mich langsam auf den Rückweg, schließlich gab es auch noch eine andere Richtung, in die ich laufen konnte. Å i Lofoten, das kleine Dorf, an dem wir vorbeifuhren, um den Parkplatz, auf dem unsere Autos gerade stehen, zu erreichen. Ein winziges, authentisches Fischerdorf inmitten dieser dramatischen Landschaft hier. Dort angekommen bekam ich etliche rote Fischerhütten zu Gesicht. Urgemütlich. Lange verweilen konnte ich dort leider wieder nicht, der Rallye Alltag ruft, also machte ich mich, auch von hier aus erneut auf den Rückweg. Unterwegs pflückte ich noch einen kleinen Blumenstrauß. Irgendwie mag ich das. In diesem Frühjahr in Spanien habe ich, warum auch immer, damit angefangen und es irgendwie beibehalten. Zurück an den Autos wollte ich mich gerne etwas frisch machen. Da kam mir der kleine Laden am Ende des Parkplatzes ganz gelegen. Ein Stück hinter diesem Laden befand sich eine Toilette. Ein riesiger Raum, dort machte ich mich fresh für den Tag. Ca. halb neun war es mittlerweile, alle anderen schliefen noch. Zeit für mich, um mir das Roadbook ein bisschen anzuschauen, mich um Instagram zu kümmern und den Bus aufzuräumen. Ich sage es euch, das Auto sah dauerhaft aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Durch den straff getakteten Zeitplan war Aufräumen teilweise gar nicht möglich und manchmal auch einfach Nebensache. Übrigens, ein wenig Wäsche hatte ich auch noch gewaschen. Auf der Toilette, in der ich mich zuvor frisch gemacht hatte. Wäsche waschen, Camping Edition. Ein paar kleine Dinge per Handwäsche und schon kann man beruhigt warten, bis die nächste Waschmaschine in Sicht ist. Spoiler: Heute Abend auf dem Stellplatz, an dem wir uns mit allen Teams treffen, werden wir eine Waschmaschine finden und sogar genug Zeit haben, diese zu nutzen. Naja, egal, konnte ich ja nicht ahnen. Ready für den Tag, chillte ich nun noch kurz im sauberen Bulli. Für 5–10 Minuten fielen mir die Augen zu. Das war göttlich, anschließend fühlte ich mich wie neu geboren. Ein paar Geräusche kamen aus Golfrichs Dachzelt. Check, die Jungs sind wach, der T3 ebenfalls. Wir zauberten ein kleines Frühstück und räumten die Lager, um die Fahrt wieder aufzunehmen.

    Als Erstes hieß es Road Mission. Dafür mussten wir zum südlichsten Punkt der Lofoten fahren. Dort endet die E10. An diesem Punkt sollten wir das Ortsschild von „Å“ finden und ein Beweisfoto schießen.

    Road Mission ✅

    Weiter zur Detour Mission. Dafür fuhren wir nach Nusfjord, einem historischen Fischerdorf auf Flakstadøya. Ein Beweisfoto vor dem Nusfjord Landhandel war gefragt. Flakstadøya ist eine der größeren Inseln der Lofoten. Ganz so schnell ging das aber alles nicht. Der Weg dorthin ließ uns immer wieder staunen und anhalten, besonders an diesem wunderschönen Fleckchen Erde. Wir bogen in einen schmalen Weg ein, der uns zu einer Kirche bringen sollte, die direkt am Wasser steht. Als die Autos geparkt waren, hieß es als erstes umziehen! Kurze Klamotten mussten her, denn an diesem Tag hatte die Sonne wirklich Kraft. Auch wenn es windig war – schön war es! An diesem Platz bot sich uns ein Panorama… Schaut einfach selbst. Ich glaube, dazu muss ich nicht mehr viel sagen! ⬇️

    Was für ein Anblick❗️
    Mehr geht nicht❗️
    Karibik-Feeling aufgrund der Wasserfarbe🌊

    Dass heute etwas mehr Zeit war, da nur knappe 200 Kilometer vor uns lagen, kam wie gerufen. Raus aus den Autos, ab an den Strand, das Wetter ausnutzen. Gesagt, getan. Keine Minute später stand ich im Wasser. Losgerannt, die Steinkante heruntergesprungen und direkt weitergeflitzt. Der Bereich vorne am Strand war total flach, sodass man zu weiteren Felsen, die aus dem Wasser ragten, laufen konnte. Die sahen aus wie viele verschiedene kleine Inseln. Drohne, Insta 360 und Handy liefen heiß. So eine Umgebung wollten wir uns nicht entgehen lassen. Eine ganze Weile blieben wir an diesem wundervollen Ort und genossen das Wetter sowie die Landschaft. Ca. eine Stunde später rollten wir wieder. Die Detour Mission erfüllt sich schließlich nicht von selbst. Nach 20 Minuten hieß es erneut: Autos abstellen und zu Fuß weiter. Rein in ein kleines Fischerdorf. Glaubt es mir, Nusfjord ist anders. Wahnsinnig gemütlich! Die Häuser, Hütten, der Hafen, die kleinen Läden und Restaurants/Bäckereien sind so liebevoll hergerichtet, dass man sich ein bisschen wie in einer anderen Welt fühlt. Als wäre die Welt hier noch in Ordnung. Auch herrschte dort eine gewisse Ruhe. Ein paar Möwen kreischten, das Wasser im Hafen plätscherte, mehr nicht. Dort bin ich richtig runtergekommen von den anstrengenden und schnelllebigen letzten Tagen. Das Wetter tat sein Übriges. Mehr Glück hätten wir für unsere kleine, aber feine Sightseeing-Tour wirklich nicht haben können. Zimtschnecke und Kaffee waren unser nächstes Ziel. In einer dieser urigen Bäckereien kaufte jeder von uns etwas Süßes und einen Kaffee dazu. Zeit für ein Päuschen. Meine Zimtschnecke war wirklich lecker und der Kaffee ein echter Genuss. Den durften wir uns übrigens immer wieder nachfüllen – sehr großzügig.

    Road Mission✅

    Um das historische Fischerdorf überhaupt besichtigen zu dürfen, musste man Eintritt zahlen. Umgerechnet circa 10 € pro Person. Was ich davon jetzt halten soll, weiß ich auch nicht so genau. Anschaulich und interessant war es aber allemal.

    Sightseeing in Nusfjord!
    Bootsanleger🛥️
    Schön hier🤩
    Ein typisches Bild mit den roten Fischerhütten
    Wow🤩
    TV!

    Arctic Sunset Splash

    Später am Campingplatz wartete lediglich noch die Tagesaufgabe auf uns. Hov Camping in Gimsøysand lautete der Zielort. Für diese Mission musste allerdings noch etwas Zeit vergehen. 17:30 Uhr war es aktuell, jedoch sollte „the Task of the day“ erst gegen 21 Uhr starten. Genannt „Arctic Sunset Splash“. Aus jedem Rallye-Team müsste eine Person in der kalten norwegischen See baden um die Punkte zu kassieren. Kalt war hier definitiv Programm. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen wir schon auf unserem Zwischenstopp, als wir das flache Wasser zu den kleinen Steininseln durchquerten. Nach kurzer Zeit schmerzte die Kälte bereits ordentlich an und in den Beinen. Dort war das Wasser aber flach und von Bergen umringt. An diesem Campingplatz standen wir vor offenem Gewässer. Wärmer wird es also definitiv nicht sein und zusätzlich wehte ein richtig frischer Wind. Naja, bis dahin ist zum Glück noch etwas Zeit. Weiß ich auch nicht, was dieser Gedanke mir jetzt bringen sollte … Wärmer wird es nicht werden und weniger windig? Wunschdenken. Wir versuchten wenigstens, inmitten unseres Campspots etwas vor dem Wind geschützt zu sein. Ein Viereck aus unseren vier Autos – Golf 2, T3, T4 und der Twingo von den Twingo-Boys – sollte Abhilfe schaffen. Das funktionierte jedoch eher semi-gut. Dicke Jacken mussten her, auch wenn die Sonne schien. Nett machten wir es uns trotzdem.

    Sit in & gemeinsames Roadbook studieren📖

    Bevor es für mich endgültg ins Wasser geht, muss ich euch noch eine ganz wichtige Sache berichten. ⬇️

    Der Golf hat einen Pizza-Ofen

    Jaaaaa! Ihr habt richtig gelesen. Die Golf-Jungs haben es sich nicht nehmen lassen einen kleinen Pizza-Ofen im 2er mitzunehmen und genau das war unser Plan für diesen Abend. Es gibt selbstgemachte Pizzaaaa! Zu Beginn dieses Posts habe ich euch noch erzählt, dass ich kurz meine Unterwäsche im Waschbecken durchgespült habe und gespoilert, dass es hier eine Waschmaschine geben wird. Während Team Golfrich alles Nötige für die Pizza vorbereitete, machten wir Mädels uns mit der Wäsche auf den Weg hoch zum Waschraum. Die Waschmaschine erledigte, genauso wie der Trockner im Anschluss, nach dem Kauf einer Marke treu ihre Dienste. Und wir? Wir ließen es uns richtig gut gehen. Schaut euch diese Pizza an. Und was gibt es geileres als ein geniales Dinner, draußen an der frischen Luft, nach einigen wirklich stressigen Tagen, vor so einer Kulisse mit einem kalten Getränk in der Hand? Richtig, gar nichts!

    Das nenne ich mal Luxus!
    Hier gemeinsames Dinner⛰️

    Nun aber wirklich zur Tagesaufgabe! Zugegeben, durch den Wund und die frischen Temperaturen ist die ohnehin schon geringe Grundtemperatur zum Abend nochmal deutlich abgekühlt. Mir war eh schon kalt und nach knapp 40 Stunden ohne Schlaf, am Abend um 21 00 Uhr wird das auch nicht mehr besser. Spät dran war ich noch dazu. Alle „Badegäste“ hatten sich schon vorne am Strand versammelt um Punkte zu ergattern. Mein Schweinehund war wirklich stark und ich wollte alles, aber definitiv nicht mehr in dieses Eiskalte Wasser. Chatty sagt, 9-10 Grad ist die aktuelle Temperatur. Ja, schön‘ Dank auch. Aber Willenskraft wie Wolf schlägt Schweinehund. Meine Klamotten habe ich einfach angelassen. Meine Radlershorts und ein langärmeliges Funktionsshort sollten es richten und das taten sie auch. Den Bademantel hatte ich dem Team in die Hand gedrückt und schon rannte ich los. Ab in die Fluten und ehrlich – das war einfach nur grausam kalt. Ich wäre dann jetzt bereit für die nächsten 40 Stunden ohne Schlaf -> SOOO kalt war es! Fix wieder raus aus dem Wasser bin ich einfach nur in meinen Bademantel reingerannt, der mir schon in perfekter Position hingehalten wurde. Habe mich ein bisschen wie ein Stier beim Stierkampf gefühlt, nur dass mein Bademantel beige statt rot ist😅 Der Gedanke an eine heiße Dusche war nahezu göttlich. Ich war komplett durchgefroren. Kennt ihr das, wenn so eine richtige Kälte im Körper ist? Grauenvoll. Bloß waren die Duschen zu diesem Zeitpunkt so voll, dass ich keine Lust hatte zu warten. Immerhin war ich schon so lange wach, das mein Körper mehr als nur schrie, nach liegen und schlafen. Also eingekuschelt und die heiße Dusche auf den kommenden Morgen verschoben. Richtige Entscheidung, da das Wasser nach so vielen die Abends/Nachts noch duschen wollten mal wieder eiskalt war. Ich schwöre, hätte ich mich so durchgefroren unter einer kalten Dusche wieder gefunden? Ich wäre durchgedreht und hätte die Dusche auf anhieb verlassen ohne mich weiter zu waschen. Davon wurde ich ja aber zum Glück verschont.

    Arctic Sunset Splash✅

    Zurück am Auto hätte ich mich direkt in mein Dachzelt verkriechen sollen. Bloß brauch man nach so einer Aktion einfach etwas Zeit, um erstmal wieder runterzukommen. An Schlaf war gerade absolut nicht zu denken. Ein Feierabendbier sollte es erstmal werden, um dann auf die Idee zu kommen einen kleinen Spaziergang über den Strand ans Wasser zu machen. Etwas rechts vom Strand ragten Steine und Felsen recht weit ins Meer hinein. Natürlich sag ich da nicht nein eine kleine Erkundungstour zu unternehmen. Aus dieser Erkundungstour wurde eher eine Kletter-Session. Klar, Nachts um 00 00 Uhr, nach mittlerweile über 40 Stunden ohne Schlaf, gehe ich klettern. An rutschigen Steinen und kleinen, steilen Klippen zwischen denen immer wieder Wellen durchschwappten, die uns im falschen Moment entweder richtig nass gemacht hätten oder sogar von den Steinen hätten abrutschen lassen können. Aber ein echter Abendteurer muss nunmal tun, was ein echter Abenteuer tun muss. Wir hatte unseren Spaß! Nichts an diesem nächtlichen Spaziergang möchte ich missen.

    Rutschige Angelegenheit⛰️
    Abendspaziergang/Nachtspaziergang um 00:00!

    Nun hieß es wirklich ab ins Bett. Taghell war es. Wunderschön. Und die Mitternachtssonne über dem Meer surreal. Ich meine -> Stellt euch einfach vor, ihr schaute um 01:00 Uhr aus dem Fenster eures Schlafzimmers und seht das⬇️

    Ausblick aus meinem Schlafzimmer – Mitternachtssonne aus dem Dachzelt☀️

    Fazit

    Stage 6 hatte es wirklich in sich. Diesen Tag werde ich noch lange im Gedächtnis behalten. Eine unbeschreibliche Landschaft und ich bin endlich auf den Lofoten! Kein Schlaf, Rallye-Feeling ohne Ende, Sightseeing, Wandern, Schwimmen. Mehr geht nicht. Danke, Lofoten!

    Ca. 204km | 3h auf der Straße | 3 Kaffee | ❌ Schlaf | Stimmung 6/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 6 der Baltic Sea Circle Rallye 2026!

    Danke, dass du Teil dieser Reise bist🫶

  • Stage 5 – Lego, Lofoten & Fähre fahren⛴️

    Auf zur ersten Fähre des Tages. Davon sollten es heute so einige werden. Stage 5 führt uns von Brønnøysund, dort wo wir am Torghatten übernachtet haben, weiter entlang der Helgelandküsten. Unser heutiges Ziel soll Bodø sein. Der letzte Stop vor den Lofoten. Wie sehr ich mich darauf freue, kann sich wirklich keiner vorstellen. Die Lofoten zu bereisen ist seit langer Zeit ein Traum von mir und heute Abend/morgen früh werde ich endlich dort ankommen. Megaaaa🥳 Bis dahin trennen uns allerdings noch einige Kilometer und viel mehr noch, etliche Stunden Autofahrt, Rallye-Aufgaben sowie 6❗️Fähren. Ja genau, ganze 6 Fähren. Kurz gesagt, Attacke & Let‘s go, der Tag ist kurz, die Strecke lang. Hier mal unser Fähren-Plan für den heutigen Tag! Nur die letzte Fähre, ganz oben bei Bodø werden wir nicht nehmen. Bleiben dann eigentlich nur 5 Fähren … Aber wartet ab.

    Geplante Fähren für Stage 5

    Die erste Fähre erreichten wir in Horn. 20 Minuten soll die Überfahrt bis nach Andalsvågen dauern. Gemeinsam mit vielen weiteren Rallye-Teams warteten wir am Fährkai. Perfekter Zeitpunkt, um meine Drohne mal wieder auszupacken. Eine malerische Umgebung, gemeinsame Aufnahmen mit weiteren Rallye Teams, Zeitvertreib und natürlich coole Shots für euch und mich. Theoretisch ja, die Aufnahmen sind auch wirklich toll geworden, doch kam ich richtig in Schwitzen, als meine Drohne auf der Hälfte des eingestellten Mannövers von aggressiven Möwen ins Visier genommen wurde. Die Biester flogen so dicht an der Drohne vorbei und darauf zu, dass sie diese des Öfteren fast erwischt hätten. Landen war in diesem Moment nicht möglich, da das programmierte Mannöver erst zu Ende geflogen werden musste. Hilfeeeee. Wenn nur einer der mittlerweile drei Möwen die Drohne berührt, wird diese zu großer Wahrscheinlichkeit einfach herunterstürzen. Aus einer Höhe von ca. 20 Metern vielleicht nicht die beste Idee, zumal der Untergrund entweder Asphalt, Autos oder Wasser gewesen wäre. Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen, auf weitere Aufnahmen habe ich aber verzichtet.

    Schlange stehen an der Fähre ⛴️
    Was für eine Landschaft mal wieder!
    🇳🇴

    Lange ließ die Horn-Andalsvågen Fähre nicht auf sich warten. 20 Minuten später hatten wir die Autos bereits abgestellt und es uns im Inneren des Schiffs gemütlich gemacht. Fähre fahren, ich erwähnte es bereits, ist doch immer wieder toll. Ich liebe das einfach. Warum genau kann ich gar nicht sagen, ich finde das einfach klasse, Punkt. Spoiler: Auch Fähre 6 war noch wunderbar! Die war allerdings auch eine besondere.

    Eigentlich wollten wir ein cooles Bild mit unserem Standort auf dem Bildschirm machen -> Handy raus -> Bildschirm schwarz 😐 Ein Bild haben wir trotzdem gemacht 😅

    Es folgte eine einstündige Bootstour von Forvik nach Tjøtta. Zeit, um sich etwas die Beine zu vertreten, Pause zu machen, Kaffee zu trinken.

    Fähre Nr. 3 | Levang – Nesna

    25 Minuten waren für diese Überquerung des Wassers geplant. Eine Runde über die Ladefläche unseres Schiffs gelaufen, die Inseln um uns herum bewundert, kurz an Deck gegangen, Pipi und schon waren wir in Nesna. Schnell weiter zum nächsten Boot. Fähre 4 war wirklich ein Highlight. Es war bereits nach 17 Uhr – schon wieder spät genug. Dafür konnten wir auf dieser Fähre direkt 2 Missions erfüllen. Unsere heutige Road & Detour Mission. Nach gut drei Vierteln der Strecke überquerten wir den Polarkreis. Von der Fähre aus hatten wir eine super Sicht auf das Wahrzeichen. Das musste natürlich mit einem Beweisfoto festgehalten werden!

    Team-Foto beim Polarkreis-Crossing🇳🇴
    Da ist das Ding❗️

    Spaß muss sein und wenn etwas Zeit dafür ist gerne auch auf dem Schiff. Bewegung und ein paar sportliche Aktivitäten zwischen den langen Touren im Auto schaden ja nicht und tun mehr als gut, also bitte.

    Handstand am Polarkreis🤸‍♀️
    Frogstand auf der Sitzbank in der Sonne ☀️
    Und einmal aus der anderen Perspektive in Weltuntergangsstimmung ☁️
    Chillin‘ around auf der Fähre ⛴️

    Alle guten Dinge sind nicht immer drei. Heute sollten es fünf werden. Fünf Fähren. Nach 19 Uhr befuhren wir unsere vorerst letzte Fähre von Forøy nach Ågskardet. 10 Minuten später fuhren wir bereits wieder von Board. Nun hieß es nocheinmal fahren, fahren, fahren. Die Kilometer schaffen sich nicht von allein und unser Ziel Bodø ist noch ein gutes Stück entfernt. Ein richtig gutes Stück übrigens🫠

    Bevor wir unsere zwar lange aber letzte Etappe antreten brauchten wir noch einen kleinen Snack. Funfact: Eigentlich waren wir jeden Tag einkaufen. Nicht nur eigentlich, wir waren jeden Tag einkaufen!Manchmal sind wir auch einfach in die Läden oder Supermärkte spaziert, um uns umzuschauen. Ich finde immer spannend was man in anderen Ländern so kaufen kann.

    Björn, Tor oder doch Ingrid?

    Wie schon erwähnt war keiner in unserer Umgebung sicher vor uns. So auch hier nicht. Die Mitarbeiter des Supermarktes wurden nach ihren Namen gefragt, die Kunden ebenso. Erfolglos! Ein Jammer… Doch beim Verlassen des Supermarktes lief uns eine Person hinterher. Sie würde einen Björn kennen. Nebenan an der Kirche, keine 200 Meter entfernt, wäre ein Gärtner namens Björn angestellt. Attacke -> Nichts wie hin da! Und tatsächlich waren dort 2 Personen am Gärtnern. Ein älterer und ein jüngerer Mann. Ich erklärte uns kurz und fragte dann direkt ob einer, der uns empfohlene Björn wäre. Und jetzt haltet euch fest, so viel Pech kann man doch gar nicht haben. Es arbeitet wirklich ein Björn dort, aber dieser ist gerade nicht da und hat auch leider nicht die Möglichkeit heute noch herzukommen. Das war wirklich richtiges Pech! Hart gekämpft und am Ende doch verloren. Wobei verloren vielleicht der falsche Ausdruck ist. Die Aufgabe ist nicht erfüllt, aber dafür hatten wir ein wirklich nettes Gespräch mit den beiden Männern. Und ein Kompliment für mein gutes English habe ich bekommen, das wäre für Deutsche eher untypisch. Da war ich kurz ein bisschen stolz auf mich. So mega gut ist mein English nun wirklich nicht, aber wenn man öfter spricht und anfängt einfach draufloszureden, wird man eben sicherer und genau das macht schonmal einen riesen Unterschied. Wir mussten nun allerdings ans Weiterfahren denken, der Rallye-Timetable drückt! Einen neuen Brieffreund hatten wir leider immer noch nicht und der Tag ist mittlerweile nicht mehr der jüngste, heißt die Chancen auf das Erfüllen der Tagesaufgabe sinken. Dafür ergab sich eine andere, großartige Möglichkeit.

    Jack up danish style!

    Zwischen Kirche und Supermarkt liefen wir an einer kleinen Privatwerskstatt vorbei. Sofort kam uns der Gedanke an eine ganz besondere Foto Mission in den Kopf. Die „Jack up danish Style“ Mission. Dafür sollten wir unsere Autos auf mindestens 10cm hohe Legotürme aufbocken. Die Legosteine hatten wir von einem anderen Team abgekauft, den Twingo-Boys. 4 Kerle, unterwegs in einem alten Renault Twingo mit Anhänger, auf dem deren Dachzelt verschnallt war – Mega! Und richtig coole Typen noch dazu! Den Twingo werdet ihr in den nächsten Stages noch bildlich zu sehen bekommen. Oft waren wir am Ende des Tages recht nah beieinander und trafen uns dann irgendwo, um ein gemeinsames Zelt-Camp aufzuschlagen und den Abend am Lagerfeuer ausklingen zu lassen. Aber zurück zu den Legosteinen – und ja ich weiß, für die Genauen unter euch – das ist Lego Duplo. Die kleinen, richtigen Legosteine wären auch deutlich stabiler gewesen, hatten wir aber nicht! Wir mussten nehmen was da war, beziehungsweise was zu bekommen war. Wir stürmten also in die Privatwerkstatt und nach einer kurzen Erklärung willigte der norwegische Mechaniker ein. Wir durften seine Hebebühne nutzen. MEGAAA! Wir rannten wie die Irren los und holten unsere 3 Autos. Gerade in der Werkstatt eingetroffen, gab es übrigens typische deutsche Musik. Ob er die nun wegen uns eingeschaltet hatte? Zuvor lief auf jeden Fall irgendwas rockiges, ganz anders als „Nena, mit -> „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“. Naja, wie dem auch sei, war witzig. Ich glaube, so ganz realisiert was wir jetzt wirklich anstellen wollen hat er erst, als es so weit war. Und fragte, als der T3 nach dem Golf an der Reihe war, ob wir das wirklich so wollen. Denn falls etwas schief läuft, wäre es auch nicht ganz weit hergeholt, dass dieses hohe Auto im schlimmsten Fall von der Bühne kippen könnte, wenn es unglücklich abrutscht oder die Legosteine nachgeben. Nein, wir waren uns sicher, als zusätzlichen Halt legte er noch eine manuelle Fußbremse an. Alles ging gut! Das Lego knatschte etwas mehr als beim Golf, logisch, Risse oder Brüche waren aber keine zu erkennen. Nun mein T4. Und dieses Ding hat unser Lego wirklich herausgefordert. Durch eine recht hohe Achslast auf der Vorderachse und einen minimal, nicht ganz mittig unter dem Reifen stehenden Legoturm, brachte der T4 die Legosteine nicht nur zum knatschen sondern wirklich an die Grenzen und sogar etwas darüber hinaus. Dennoch, auch der T4 stand frei und die Fotos sind im Kasten. Foto Mission „Jack up danish style“ completed✅ Ehrlich gesagt, der Mechaniker hielt uns glaube ich für richtig verrückt. Irgendwo ja auch verständlich. Das Verrückteste was er erlebt hat, laut seiner Aussage! Da können wir uns nur anschließen😅! Aber auch hier -> Genau diese Erinnerungen werden wir niemals vergessen. „We defenitely made memories!🤪 Die Autos nun also runter von der Bühne und raus aus der Werkstatt. Wir bedankten uns gefühlte tausend Mal und ließen ihm Bier da.

    Golfrich machte den Anfang – Quasi als Versuchskaninchen✅
    T3 ✅
    Endgegner T4🫠✅

    Frisch gestärkt nach unserem Besuch im Supermarkt, traurig immernoch keinen norwegischen Brieffreund gefunden zu haben, dafür total hyped die Lego Foto Mission completed zu haben, fuhren wir weiter. Bis nach Bodø geht es heute definitiv noch. Dort planten wir direkt am Fähranleger der Lofoten Fähre zu übernachten. Gebucht war diese eigentlich für den nächsten Morgen um 9 Uhr. Eigentlich Zeitverschwendung so lange dort zu warten, um am nächsten Tag ausgeschlafen, weitere 4 Stunden auf der Fähre zu chillen. Wann genau wir in Bodø an der Fähre eintreffen würden, konnten wir vorher natürlich nicht wissen. Daher die Buchung erst am folgenden Morgen.

    Die Landschaft der Fv17, dauerhaft ein Highlight!
    Diese Strecke trennt uns noch von Bodø!

    Außer einer Pipi-Pause, davon gab es täglich sehr viele -> dank mir 🫠 passierte auf dieser Route nicht mehr viel. Wir fuhren einfach. Die Landschaft natürlich ununterbrochen einmalig, aber das erwähnte ich nun wirklich schon oft genug. Wobei, so schön wie diese Landschaft ist, kann ich es eigentlich gar nicht oft genug erwähnen🙈

    Fähre Bodø – Moskenes

    Geschafft! Um 23:49 standen wir in der Wartschlange. Naja, so ganz richtig ist das nicht. Direkt davor hielten wir erst am Straßenrand, um uns zu beratschlagen, wie wir nun mit unserer gebuchten Fähre verbleiben. Eine frühere Fähre würde heute Nacht gegen 01:15 ablegen. Unsicher waren wir uns bloß, ob die gebuchte Fähre dann hinfällig ist und wir doppelt zahlen müssen. Stornieren wäre noch recht kurzfristig gegangen und eine weitere Fähre zwischen 01:15 und 9:00 gibt es ebenfalls. Unser Plan also: Wir versuchen die 01:15 Fähre zu bekommen, sollten wir erneut bezahlen müssen, haben wir noch genug Zeit unsere vorgebuchte Fähre zu stornieren. Kommen wir nicht mit, nehmen wir halt die 9 00 Fähre. Dazwischen blieb aber erstmal noch etwas Zeit, und wie der Zufall und das Glück es so wollten, gab es wieder Duuuuuschen🥳 Direkt neben den Wartestreifen. Für dieses Gebäude brauchte man eigentlich einen Code, den meistens LKW Fahrer besitzen. Jetzt fragt mich nicht wie wir an diesen Code gekommen sind, aber plötzlich war er einfach da. Irgendwer hatte den wohl herausgefunden oder die Dusche bezahlt. Wie auch immer, ich weiß es bis heute nicht, ich weiß nur -> Tür offen halten für den Nächsten der duschen möchte und schon stand man in einem wunderschönen, kleinen, einfachen aber funktionalen Raum mit zwei Duschen und einer oder zwei Toiletten, das weiß ich nicht mehr ganz genau. Perfekt. Und der Oberknaller -> Die Duschen waren auch noch warm. Jackpot🚿 Frisch geduscht saßen wir also die letzten Minuten bis zum Eintreffen der Fähre ab. Die Wartestreifen entwickelten sich schon zu einem kleinen Campingplatz. Es wurden Stühle rausgestellt, gekocht, gegessen, gespielt, etwas getrunken und unter Anderem auch hart verhandelt. Das waren übrigens wir. Lego war das Objekt der Begierde. Ja, wir haben unsere Legosteine wirklich an weitere Rallye-Teams verkauft. Was eine witzige Aktion. Die nächste witzige Aktion habe ich euch ja noch gar nicht erzählt. Unser norwegischer Brieffreund ließ offensichtlich immernoch auf sich warten. Der Tag hatte ja aber noch einige Minuten, also wird die Hoffnung nicht aufgegeben! Wir fragten wieder einige Menschen, natürlich in Autos mit norwegischem Kennzeichen, nach deren Namen. An die Scheibe geklopft, Fenster runter, Estland, Litauen, Dänemark, sogar Deutsche waren dabei … von einem norwegischen Björn, Tor oder einer Ingrid fehlte allerdings jede Spur. Für heute mussten wir uns geschlagen geben.

    Ich hab ‘ne Flagge🚩

    Wisst ihr noch ganz zu Beginn auf dem Meet&Greet mit allen Rallye Teams, als wir in Team „gerade Zahlen“ und Team „ungerade Zahlen“ aufgeteilt wurden? Am Ende der Rallye im Zieleinlauf bekommt das Team, welches die meisten Flaggen am Auto hat, extra Punkte für die Roadbook-Competition. 4 Flaggen gab es insgesamt und diese dürfen nur unter bestimmten Bedingungen entwendet werden. Wichtig: Der, der die Flagge gerade besitzt, darf sie nicht verstecken, damit alle anderen die Chance haben die Flagge zu entwenden. Und nun war ich auch mal an der Reihe eine Flagge zu klauen🥳

    Es geht auf die Lofooooten❗️

    Um 01:15 auf die Minute genau, waren bereits alle anderen Rallye-Mitglieder auf der Fähre. Direkt vor uns war erstmal Stopp. Alle Pasagiere mussten rangiert werden, um zu schauen ob und wenn ja, welche Autos noch auf die Fähre passen. Wäre nun super unglücklich, wenn nicht alle von uns dreien mitkommen würden. Nicht weil wir nicht allein mit der Fähre fahren könnten, bloß hätten wir zeitlich nichts gewonnen, da wir sowieso aufeinander warten würden. Ich stand als Erste vor der Fähre und sprach den Einweiser an, um ihn zu fragen, dass wenn es irgendwie möglich ist, ob er uns drei zusammen auffahren lassen könnte oder eben erst bei der nächsten Fähre. Das Glück war wieder mal auf unserer Seite. Wir drei passten noch zusammen mit aufs Boot -> Cool, die Freude war groß! Unsere gebuchte Fähre wurde durch Scannen übrigens einfach umgebucht, richtig easy. Also alle Aufregung umsonst. Nun hieß es nur noch Lofoooooten wir kommen🥳! Die Müdigkeit war jedoch so langsam ein Thema. Auf solchen Fähren ist es verboten im Auto zu bleiben. Aussteigen und oben an Deck gehen ist Pflicht. Mist. Naja ein Versuch ist es wert. Der scheiterte aber direkt. Zumindestens in meinem Bulli wurden wir entdeckt und mussten aussteigen. Ich habe halt keine Gardinen oder ähnliches vor den Fenstern. Pech gehabt. Schlafdecken mitgenommen und ab nach oben. Der T3 hatte da mehr Glück. Die beiden wurden nicht entdeckt. Geschlafen habe ich oben an Deck der Fähre gar nicht. Ehrlich, ich hab’s versucht, aber bis auf geschlossene Augen passierte da nichts, keine Chance!🫠 4 Stunden lang. Ich bin wirklich nicht wählerisch, wenn es um meinen Schlafplatz geht. Bloß diese unbequemen Sitzprothesen, so dermaßen eng aneinander gereiht, dass ich im Stehen kaum hätte umfallen können. Sorry, no way. Auf dem Boden wäre ich besser bedient gewesen -> Beim nächsten Mal. Nun gut, so ist es eben. Der Rallye-Alltag ist manchmal eine echte Herausforderung, das gehört dazu. Dafür stand ich immer wieder auf, schaute aus dem Fenster und je näher wir den Lofoten kamen, desto mehr verflog meine Müdigkeit. Abgelöst von purer Vorfreude. Mein Traum einmal die Lofoten zu bereisen geht gerade in Erfüllung. Großartig🔥 Dieser Wunsch existiert übrigens in mir, seitdem ich Ann-Kathrin Bendixen auf Instagram folge. Die meisten von euch kennen sie sicherlich als „Affe auf Bike“. Ein Profil, welches mich einfach nur inspiriert und mir wie gesagt auch den Flo mit den Lofoten ins Ohr gesetzt hat. Und nun bin ich endlich da⬇️

    Die letzten Meter mit der Fähre, bevor wir den Hafen von Moskenes erreichen.

    Fazit

    Stage 5 war krass. Und meine Vorfreude auf die Lofoten so wahnsinnig groß, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte. Genau das war der Teil der Rallye auf den ich mich am meisten gefreut hatte. Da wusste ich natürlich auch noch nicht was mich zusätzlich alles erwarten wird und dennoch -> Die Lofoten sind krass! Insgesamt war Stage 5 wirklich etwas anstrengend , aber eben auch wunderschön! Einen neuen Brieffreund haben wir nicht gefunden. Doch was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden?

    Ca. 510km | 15h auf der Straße | 3 Kaffee | 5h Schlaf | Stimmung 6/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 5 der Baltic Sea Circle Rallye 2026!

    Danke, dass du Teil dieser Reise bist 🫶

  • Stage 4 – Den Trollen auf der Spur

    Good morning☮️

    Nach einer weiteren kurzen Nacht wartete an diesem Morgen endlich mal ein wenig Sonne auf uns. Traumhaft, und auch wirklich nötig. Die Sonne wärmte richtig, Wärme die wie gerufen kam. Denn die Dusche, die auf diesem Campingplatz vorhanden ist, ist mehr als überfordert mit so vielen Besuchern auf einmal. Mal im Ernst, ich habe kein Problem damit kalt zu duschen, dass sollte mittlerweile jeder mitbekommen haben. ABER! Wenn ein Campingplatz Duschen anbietet, warum werden diese dann oft so konstruiert, dass maximal eine Person warm duschen kann. Mit Glück. Warum? Im Süden ist das etwas anders meiner Meinung nach. Dort war ich bisher nur im Winter, sprich Nebensaison, einige Campingplätze haben gar nicht geöffnet und wenn man im Sommer dort ist, ganz ehrlich, dann ist es so warm, dass man sich über eine Abkühlung freut. Zumal die Standarts im Süden teilweise auch etwas anders sind. Im hohen Norden jedoch, den ich nun im Sommer, also in der Hauptsaison bereist habe, zu 80% eiskalte Duschen vorzufinden … naja ich weiß nicht. Lässt sich sicher drüber streiten, aber ich finde die könnten wenigstens lauwarm sein. Besonders, wenn man extra eine Duschmarke kauft für warmes Wasser und einem dann Eisklotz artiges Wasser den Rücken herunter läuft. Nun gut, mich hat das nur indirekt betroffen, ich habe mir erst gar keine Duschmarke gekauft. Direkt nach dem Aufstehen, um ca. 6 00 Uhr, taperte ich also schlaftrunken, mit der Kapuze meines Duschponchos tief ins Gesicht gezogen zu den 2 Duschen, habe ca. 45 min. auf eine freie Dusche gewartet, da ich natürlich nicht die Einzige mit der Idee war an an diesem Morgen duschen zu gehen, stand im eiskalten nordischen Wind -> ja die Sonne schien noch, aber ohne Windschutz hat diese auch keinen wirklichen Nutzen gehabt außer mich zu blenden😅. Ihr merkt, die erste Stunde an diesem Tag hatte es direkt in sich, von Luxusurlaub hat ja aber auch nie jemand geredet. Und das Beste kommt noch. All das habe ich über mich ergehen lassen, um mir an der Spitze des Eisbergs !Wort wörtlich! das kälteste Wasser was ich in meinem Leben aus einem Duschkopf habe kommen fühlen, nahezu eine Ewigkeit erstmal über meine Füße laufen zu lassen, damit ich nicht direkt nach Luft japse vor Kälte. Jetzt habe ich auch verstanden warum alle so ewig zum Duschen gebraucht haben. Wach war ich nun allemal, mehr als frisch noch dazu, musste mich aber auch wirklich beeilen, schließlich habe ich gestern gelernt -> die Tage sind kurz! Kaffee, Karte, Roadbook, Dachzelt einklappen und Abfaaaaaahrt!

    Der Bulli als perfekter Kartenhalter.

    Die ersten Kilometer schmeckten schon wieder, im wahrsten Sinne des Wortes. Frühstück gab’s to go, so ‘ne Gurke die kann was wenn der erste Hunger kommt, das harte Rallye-Leben aber nein zur Frühstückspause sagt.

    Nicht nur der Morgen hatte es in sich, ebenso unsere Tour. Wälder, Felder, Wasser, Schotterpisten und kleine so wie große Brücken. Was für ein wahnsinnig schönes, abwechslungsreiches Landschaftsbild.

    Breakdown Nr.2

    So schön die Tour auch war, so schön laut klang allerdings auch der Golf. Ziemlich zu Beginn der Rallye kündigte sich dieser Breakdown eigentlich schon an. Breakdown Nr.2. Der Auspuff war komplett lose. Der richtige Zeitpunk und Baumarkt, um mal genauer zu schauen und ernsthaft zu überlegen wie wir dieses Problem nun beseitigen, war aber irgendwie noch nicht gekommen. Irgendwann kann man gewisse Dinge jedoch nicht weiter hinauszögern. An Tag 4, also heute, ist es nun soweit. Es war bereits Mittag. Angekommen an einem vielversprechenden Baumarkt, kauften wir nötige Ersatzteile und nach kurzem Überlegen nutzte Team Golfrich den Bordstein als Hebebüne. Besser als nichts, denn die Werkstätten im anliegenden Industriegebiet gaben uns aus Sicherheitsgründen nicht die Chance deren Hebebühne zu nutzen oder hatten einfach keine Zeit. Wie immer macht Not erfinderisch und genau das ist die Mentalität die es braucht für eine Rallye. Es wurde geschraubt, geflext, verdichtet und nicht zu vergessen viel gelacht und Blödsinn gemacht. Eine Stunde später Probefahrt. Golfrich (Das ist übrigens der Name des Golfs, daher auch der Teamname -> Golfrich Adventure) klingt super, also weiter richtung Norden.

    Ich liebe Fährfahrten

    Und genau diese standen heute an. Fähre fahren hat für mich immer einen besonderen Vibe. Die frische Seeluft die einem um die Nase weht und der Blick aufs Wasser, der einfach beruhigend wirkt. Irgendwie toll. Am Anleger der ersten Fähre war Pausieren angesagt. 20 Minuten Beine vertreten tat aber auch mal ganz gut. Um kurz vor 4 am Nachmittag befuhren wir das erste Boot. Bezahlen ist super easy hier in Norwegen. Entweder das Kennzeichen des Autos wird gescannt und man bekommt eine Rechnung oder zahlt direkt vor dem Befahren der Fähre mit Karte. Manchmal auch auf der Fähre, dass ist aber eher selten. Einige Fähren können auch vorgebucht werden, dazu kommen wir aber noch im weiteren Verlauf der Rallye.

    Warten auf die Fähre.

    Bei jeder Überfahrt standen wir mit vielen weiteren Rallye-Teilnehmern gemeinsam auf den Fähren. Zeit um sich auszutauschen, kennenzulernen oder einfach gemeinsam einen Kaffee zu trinken. Das mit dem Kennenlernen war übrigens so ein Ding. Jeden Tag sah man Rallye-Fahrzeuge, die man so vorher noch nie gesehen hatte. Bis zum letzten Tag. Selbst im Zieleinlauf entdeckten wir neue Gefährte. Verrückt.

    Dicht an dich -> Und die halbe Fähre voller Rallye-Fahrzeuge

    Fähre Nummer 1, Check! Auf zur Detour Mission. Ein Foto vor dem NORVEG Coastal Culture and Industry Center bei der Skulptur „Sjømannens hustru“. Dazu mussten wir nach Rørvik. Die Uhrzeit saß uns übrigens schon wieder im Nacken. Knapp 17 Uhr und Tagesaufgabe sowie Road Mission waren noch nicht mal in Aussicht. Unsere Motivation schmälerte dies aber keinesfalls und ganz ehrlich, diese Küstenstraße (Fv17) ist einfach so atemberaubend schön, da könnte ich ewig im Auto sitzen. Wenn du denkst du hast Alles gesehen, kommt direkt der nächste Knaller. Inseln, Brücken, Berge im Hintergrund, Straßen auf Höhe des Meeresspiegels, Straßen weit über dem Meeresspiegel, Tunnel und vieles mehr was man sich noch wünschen aber teilweise gar nicht vorstellen kann wie schön es wirklich ist, wenn man es noch nie gesehen hat. Ich jedenfalls kam aus dem Staunen mal wieder nicht heraus, was die Tatsache, das dieser Tag wieder endlos lang werden würde nicht nur erträglich, sondern einfach wunderbar machte. Er sollte gar nicht enden. Fun Fact: Wird er ja auch nicht so wirklich durch die Mitternachtssonne😅


    Road Mission 4: Foto vom NORVEG Coastal Culture and Industry Center in Rørvik
    Road Mission 4: Foto vor der
    Skulptur „Sjømannens hustru“

    Norwegen du bist wunderschön!

    Auf dem Weg zur Tagesaufgabe machte Team Golfrich mal wieder eine recht abrupte Bremsung. Das konnten die übrigens ganz gut😅 Aber zurecht. Ein kleiner Schotterparkplatz auf der rechten Seite der Fahrbahn weckte deren Aufmerksamkeit. Abgebogen und angehalten erstreckte sich uns dieses wundervolle Landschaftsbild. Zeit sich wieder ein wenig die Beine zu vertreten und Norwegen einfach mal zu genießen. Dazu blieb nämlich wirklich wenig Zeit während der Rallye.

    Foto-Bomb von Team Golfrich 🤪
    Wow! Wow! Wow!⛰️
    Zeit für ein kitschiges Foto🙈
    Zeit für ein weiteres, kitschiges Foto😅

    Task of the day – “Car pool Norway”

    “Komm nu’, Tach is’ kurz”, hallte es mal wieder in meinem Gehör. Ja so ist es leider -> Vollgas weiter richtung Norden. Nun wirklich zur Tagesaufgabe. Genannt “Car pool Norway” und damit gemeint war das gemeinsame Reisen. Heißt wir tauschen unseren jeweiligen Rallye-Beifahrer. Dafür mussten wir den neuen Co-Piloten an der Kreuzung der Fv802 und der Fv17 abholen. Wie man das als Einzelkämpfer jetzt genau anstellt? Gute Frage. Ein Glück warteten schon mehrere Rallye-Teams an dieser Kreuzung. Unter Anderem auch Teams die aus mehr als 2 Fahrern bestanden. Passend für mich und den blauen T3 -> So kommten wir uns dort jeweils ein Rallye-Mitglied “ausborgen” um die Tagesaufgabe zu meistern. Während der gemeinsamen Fahrt galt: Jeder sollte dem neuen Beifahrer seinen besten Witz erzählen. Wer am Meisten lacht, gewann die Aufgabe. Ehrlich wir haben die Aufgabe umgedreht -> meine Beifahrerin hat mir Witze erählt die ich mir am Vortag von einem sehr guten Freund habe auflisten lassen. Vielen Dank nochmal dafür, einige davon hatten es wirklich in sich und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Also macht euch gefasst auf ein paar wirklich schlechte, flache aber lustige Witze.

    Start “Car pool Norway” an der Kreuzung der
    Fv802 und Fv17 
    1. Nur weil ein Schwarm Fische besonders gebildet ist, kann man noch lange nicht von „Profilachse“ sprechen.
    2. Was möchte man bei einer Prostata Untersuchung vom Arzt nicht hören?
      „Guckmal, Freihändig!
    3. Auch Arme haben Beine.
    4. Habe letztens ein Röntgenbild von einer Qualle gesehen,… war wirklich nicht spannend!
    5. Letztens wollte mir jemand einen rohen Fisch unterjubeln, aber ich habe den Rochen gebraten!
    6. Wie nennt man eine heilige Elefantenmama? Mutterterösa!
    7. Wie heißt die Tante von Osama Binladen? Tante Emma Laden.
    8. Der Glaube kann Sätze verbergen.
    9. Ich hasse falsche Sprichwörter… die Nerven wie Drahtseile!
    10. Geht ein Keks um die Ecke und bricht sich einen Krümel.
    11. Kommt ne Frau beim Arzt.
    12. Was macht ein Clown im Büro? Faxen? nein, tatsächlich seinen Lohnsteuerjahresausgleich.
    13. Maurer sind die gefräßigsten Handwerker die es gibt, die verputzen ganze Häuser.
    14. Kommt ein Schornsteinfeger in die Kneipe.
      Wirt: der geht aufs Haus!
    15. Warum ist Zucker schlauer als Salz? Weil er raffiniert ist.
    16. Du bist was du isst! Komisch, kann mich garnicht erinnern ‘n faules Stück Scheiße gegessen zu haben.
    17. Speißekarte oder Aktivität? Penne mit Lachs!
    18. Keine Ahnung was an der Schweiz so toll sein soll aber die Flagge ist immerhin ein großes Plus.
    19. Geht ein Panda über die Straße, BAM BUS!!
    20. Wie heißt ein explodierendes Reh? Bombi.
    21. Wie machen Igel liebe? MEEGA VORSICHTIG!
    22. Was haben Autos und Tauben gemeinsam? Gurt!

    Geheimtipp:
    Einfach anfangen mit Lachen! Irgendwann muss man selber wirklich lachen und dann lachen Andere auch 🤪

    Während unseres kleinen Witze-Marathons rissen wir wieder einige Kilometer. Die Tagesaufgabe sollte damit enden ein Foto mit unserem Co-Piloten vor dem Fährkai der nächsten Fähre festzuhalten. Die Umsetzung ging allerdings etwas in die Hose. Problem: Um die Fähre zu schaffen, die es uns noch halbwegs ermöglichen würde zeitig zur Road Mission zu kommen, müssen wir perfekt durch den Verkehr kommen und uns dazu richtig beeilen. Denn die nächste Fähre fährt laut Plan erst in einer Stunde wieder. Auf die Sekunde sollten wir dieses Mannöver schaffen. Angekommen am Fährkai, war die Fähre nahezu am Ablegen. Wir durften noch mit. Nur das Foto… das Fotooooo vor dem Fährkai! Keine Chance. Egal. Haben wir auf der Fähre nachgeholt. Das allerdings, sollte unser kleinstens Problem bleiben.

    Task of the day – Mission completed✅

    Nun hatten wir ja immernoch unsere Beifahrer an Board und deren Teams schafften diese Fähre natürlich nicht. Mist. Wir mussten also doch warten. Unnötig vergeudete Zeit und unnötiger Stress auf dem Weg zur Fähre. Dachten wir. Hier in Vennesund gab es ein kleines Lokal am Kai. Mit einer Dusche🥳🙆🏻‍♀️ Und die war auch noch kostenlos und warm. Ehrlich, wie viel Glück kann man haben? Frisch geduscht und glücklich die Wartezeit sinvoll genutzt zu haben, starteten wir noch einen kleinen Sit-in am Kai. Das war wieder Spaß pur. Team Golfrich packte noch das Skateboard für eine kleine Session aus und wir Mädels lehnten an der Leitplanke am Wasser. Ich hüpfte von einer zur nächsten Wasserseite. Einfach vor Glück, weil ich es mal wieder nicht fassen konnte was ich gerade erlebe. Vor einer mal wieder atemberaubenden Kulisse. Berge, Wasser, der Fähranleger, das Lokal und dazu noch unzählige Fischerboote. Halt stop: Fischerboote war das Stichwort!

    Foto Mission : The big catch!

    Tausche dein Rallye-Fahrzeug gegen ein echtes Fischerboot und angle einen Fisch. Gefragt getan. Ein Steward direkt am Fähranleger gab uns den Tipp, die Frau die für Alles rund um den Vennesund Fähranleger zuständig war mal zu fragen. Diese war allerdings gerade gefahren. Feierabend. Kein Wunder, es war ja auch schon wieder knapp 21 00. Telefonisch sollte es aber einen 24h Service geben. Sicher für Notfälle. Aber in unserem Fall war das Einer! Sie ging sogar ans Telefon -> Kein Problem sie kommt vorbei, um uns zu helfen. Ein bisschen unangenehm war uns das schon. Als sie allerdings angekommen war und unsere Aufgabe und die Story, dass wir eine Rallye fahren hörte war sie total begeistert und mehr als bemüht diese Aufgabe mit uns zu meistern. Sie erlaubte uns auf eines der Fischerboote zu steigen. Einfach Wahnsinn, wie kann man so hilfsbereit und cool drauf sein. Und das, wenn man nach Feierabend zurück zur Arbeitsstelle gerufen wird, nur weil ein paar deutsche Idioten ein Foto mit ‘nem Fisch auf ‘nem Boot machen wollen. Ehrlich in Deutschland hätte man uns dafür eingebuchtet😅 Team Golfrich präparierte die hochwertige Angel von Action. Angeln können wir Alle nicht. Das Foto mit dem Fisch? Naja ich sage jetzt mal: Manchmal meint das Schicksal es eben gut mit einem und ein bisschen cheaten ist doch auch ok oder? 😉 Mehr verrate ich dazu nicht. Foto Mission completed✅

    Zeittechnisch? Ach komm, was ist Zeit, wer ist diese Uhr und ankommen? Werden wir irgendwann, das ist sicher. Und zwar im Hellen, das ist genauso sicher. Unsere Co-Piloten wurden längst abgeholt als wir uns zurück zu unseren Autos begaben. Auf zur Road Mission.

    Road Mission 4 – Torghatten

    Ca. 2 weitere Stunden on the Road sollten vor uns liegen. Von Vennesund bis in die Region um Brønnøysund und noch ein Stückchen weiter. Das sah dann so ungefähr aus⬇️

    Fahren, Fahren, Fahren -> Aber zum Glück dauerhaft auf einer der schönsten Straßen, der Fv17🤩 Ganz typisch für Helgeland!

    Angekommen am Torghatten. Der Torghatten ist übrigens ein Berg, 258m hoch. Aber nicht nur das, er gilt auch als eines der bekanntesten Naturwunder der Region, denn es gibt ein riesiges, natürliches Loch in der Mitte des Torghatten. Der Tunnel ist ungefähr 160 Meter lang und bis zu 35 Meter hoch. 20 Minuten spaziert man hoch zum Aussichtspunkt und genau das sollte das Ende unserer Road Mission werden. Ein Foto am Aussichtspunkt mit unserem Rallye-Team. Kurz vor Mitternacht war es bereits, die perfekte Uhrzeit für eine Hiking Mission, bei der man noch gar nicht so genau weiß was einen erwartet oder? Der Aufstieg ging wirklich fix und die Belohnung war einfach der Knaller. Ein Panoramablick wie man sich ihn nur erträumen kann. Aber schaut selbst⬇️

    Upps – Naja ein besonderer Ausblick ist das auch😅 Spaß muss sein!
    Mitternachts-Hiking-Team⛰️
    Das Naturwunder der Region!
    Panorama-View ⛰️

    Den Trollen auf der Spur

    Zum Torghatten gibt es übrigens eine Sage:

    Die Sage vom Torghatten erzählt von dem Troll Hestmannen, der die schöne Trolltochter Lekamøya verfolgte. Als er einen Pfeil auf sie schoss, warf ein mächtiger Troll seinen Hut dazwischen. Der Pfeil durchbohrte den Hut. Bei Sonnenaufgang wurden alle Trolle zu Stein – und der durchlöcherte Hut wurde zum Torghatten. Das markante Loch im Berg soll bis heute an diese Geschichte erinnern.

    Nachdem wir wirklich eine Weile am Aussichtspunkt und im Torghatten verbracht haben, wurde es Zeit für den Rückweg. Unsere Zelte mussten schließlich auch noch aufgeschlagen werden und bis man dann so zur Ruhe kommt… Naja ihr kennt das Spiel langsam, Schlaf ist Nebensache auf ‘ner Rallye. Wir entschieden uns dagegen den gleichen Weg zurückzugehen, das wäre ja langweilig. Der Weg richtung Panorama-View sollte zwar länger sein, aber erstens kam es auf diese halbe Stunde auch nicht mehr an und wenn wir schonmal hier sind wollen wir auch alles sehen. Und genau das war die richtige Entscheidung. Ansonsten hätten wir definitiv etwas verpasst.

    Ein bisschen Kunst im Torghatten. Dieses Steine stapeln hat für mich eine total beruhigende, fast meditative Wirkung.

    Während des Abstiegs vom Torghatten auf der anderen Seite entdeckte ich ein kleines Gästebuch. Wie süß ist das bitte in so einem kleinen “Briefkasten”? Natürlich steht nun auch mein Name dort geschrieben.

    Unten am Fuße des Berges pflückte ich noch ein paar Blumen. Die lachten mich einfach so an. Und die Tatsache, um Mitternacht im Hellen, an irgendeinem wunderschönen Fjord einen kleinen Blumenstrauß zu pflücken gefiel mir irgendwie💐 Ein Steinstrand lud dann noch zum Steine flippen ein. Ewig nicht gemacht. Es sind doch immer wieder die kleinen Dinge, die so einen Abend oder in diesem Falle eine Nacht/ein Erlebnis besonders machen. Das sollten wir uns viel öfter vor Augen führen!

    Mein kleiner Blumenstrauß💐

    Schlafenszeit

    Zurück an den Zelten gab’s während des Aufbauens des Nachtlagers noch ein Feierabend-Bierchen. Zugegeben, vielleicht hatten Team Golfrich und ich ein bisschen dicht nebeneinander geparkt. Egal, passt ja. Zähne putzen und ab ins Bett. Um ca. 1 Uhr lag ich im Zelt, reicht dann auch wieder.

    Nachtlager am Torghatten.
    Kuschel-Camper🤪

    Fazit

    Was für ein eindrucksvoller Tag. Ich fühle mich richtig angekommen in Norwegen und es ist genauso eindrucksvoll wie ich es mir gewünscht und vorgestellt habe. Mit Erwartungen bin ich immer etwas vorsichtig, denn Erwartungen bringen das Potenzial enttäuscht zu werden mit sich. Eine Idee hat man ja aber trotzdem irgendwie. Und Norwegen hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

    Ca. 436km | 14h auf der Straße | 2 Kaffee | 5h Schlaf | Stimmung 5/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 4 der Baltic Sea Circle Rallye 2026!

    Danke, dass du Teil dieser Reise bist!🫶

  • Stage 3 – Der erste Breakdown + Wir erreichen Norwegen🇳🇴

    Nach einer kurzen, aber für Rallye-Verhältnisse erholsamen Nacht, startete der Tag mal wieder regnerisch. Kalt war es auch. 9 Grad hatte ich im Bulli, draußen waren es keine 7. Der Stellplatz war trotzdem ein Traum. Also Jacke über die Schlafklamotten, Schiebetür auf, Wald und Seeluft schnuppern und dem plätschern des Regens auf den Blättern der Bäume, sowie dem Rauschen des Windes durch den Wald lauschen. Wow! Der Traum eines jeden Campers! Ab ans Wasser. Ca. 10m war der See von unseren Autos entfernt. Alle anderen haben sich noch nicht blicken lassen. Um 5:30 Uhr kein Wunder. Für mich als Frühaufsteher allerdings fast schon spät. Und ich gebe zu, ich liebe diese Ruhe am Morgen. Allein in den Tag starten, mich in der Natur umschauen, wach werden. Irgendwie nehme ich so alles viel intensiver wahr und bin ganz bei mir. Mich erst mal sammeln. Die Ruhe vor dem Sturm. Mein perfekter Start in den Tag. Der Einzige der schon vor mir kurz draußen war, um ein paar coole Shot’s zu machen war Lucas, unser Kameramann. Hab’s natürlich gemerkt und gehört als er oben aus dem Dachzelt geklettert ist. Habe ihn dann etwas gestalkt beim Fotografieren. Merkt euch: Wenn ihr mich in eurem Zeltcamp habt, bleibt nichts unbemerkt. (Der Feind schläft nie😅)

    Wer fotografiert hier jetzt wen?

    Alle wach? Yes! Zeit für Kaffee!

    Good morning ☮️

    “Komm nu’, Tach is’ kurz”!

    Gemeinsamer Kaffee schön und gut -> nun aber keine Zeit verlieren.

    Zitat von Team Golfrich: “Komm nu’, Tach is kurz”!

    Recht hat er ja😅 Also fix Karten und Roadbook sturdieren, mal wieder im Regen die Dachzelte zusammenklappen und Abfahrt. Die Dachzelte wurden gar nicht mehr richtig trocken. Komplett klamm, sogar schon im Inneren gab es durch fehlende Sonne, Wärme und den immer wiederkehrenden Regen keine Chance auf Trocknung. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Irgendwann muss die Sonne sich doch mal blicken lassen oder ?

    Erst Karte studieren…
    …dann Abfahrt!

    Heute erreichen wir endlich Norwegen🇳🇴 Ein lang ersehnter Wunsch von mir, daher war die Vorfreude groß. Diese sollte allerdings schnell gedämpft und unsere Nerven auf eine erste harte Probe gestellt werden.

    Breakdown Nr.1!

    Eine etwas unerwartete Bremsung durch Team Golfrich vor mir, ließ mich ziemlich ins Schwitzen geraten. Wer bremst verliert dachte sich mein Bulli. Hört sich lustig an, war es aber absolut nicht! Mit voller Kraft latschte ich auf mein knüppelhartes Bremspedal. Der Bulli? Fuhr nahezu ungebremst weiter. Mit aller Gewalt kam ich noch rechtzeitig zum Stehen, aber auch nur, da ich ein Glück so viel Abstand zum Golf hatte. Das war ganz schön knapp. Direkt neben uns war eine kleine Tankstelle, an der wir sowieso halten wollten und nun auch gezwungen waren. Aus einem geplanten kurzen Tankstopp, wurde ein längerer Aufenthalt. Die Problemsuche war etwas mühselig. T4 halt. Eigentlich laufen die Dinger unendlich und sind unkaputtbar. Doch wenn die etwas haben, dann kannst du dir sicher sein, es ist schlimm oder du kommst schlecht bis gar nicht dran. Oder beides😅 So auch in diesem Fall. Ganz tief unten war ein Unterdruckschlauch nicht mehr dicht. Wer zum Teufel soll da mit seinen Hände hinkommen? Eines muss definitiv erwähnt werden: Keine 5 Minuten standen wir dort allein. Weitere Teams der Rallye hielten an und fragten ob sie helfen können. So schnell konnten wir dem Rescue-Team des SAC nicht mal unser Problem erklären. Ein tolles Gefühl zu keiner Zeit allein zu sein! Team Atego hat den Übeltäter am Ende gefunden. Problem war nicht die Idee wie wir den Schlauch jetzt fixen sondern -> Wie kommen wir an diesen Schlauch, da ganz unten im Mororraum-Gewusel heran? Es blieb nur eine Möglichkeit. Die Person mit den kleinsten Händen und schmalsten Armen muss ran. In diesem Fall war ich das. Meine Arme sind zwar auch nicht dünn und meine Hände auch nicht klein, im Vergleich zu den Anderen aber deutlich passender. Dachten wir. Selbst ich kam kaum in die Richtung des Schlauches. Und zu kurz waren meine Arme auch noch😅 Mit Hängen und Würgen stopfte ich mich Stück für Stück weiter in den Motorraum. Check, ich bin dran. Jetzt nur noch irgendwie das Ducktape herum wickeln. Drei Krämpfe in den Fingern und ordentlich aufgeratschte Arme später war es vollbracht. Der Unterdruckschlauch ist geklebt. Probefahrt erfolgreich -> Vollbremsung geht wieder🥳

    Teamwork! ( Foto: Lucas Mainka)

    Weiter geht die wilde Fahrt! Die Auto’s getankt und repariert. Eines mussten wir aufgrund dieser massiven Zeitverzögerung jedoch sausen lassen. Schwedens höchster Wasserfall der Njuleskär, im Fulufjället Nationalpark. Mit 125m und 90 Metern freiem Fall stand dieser eigentlich ganz oben auf unserer Liste. Da wir aber ein Zeitlimit für die Tagesaufgabe hatten, blieb dieser Abstecher aus.

    Das erste Rentier

    Einige Zeit sopäter fuhren wir über genau solche Schotterpisten durch Schweden’s schönste Wälder und National Parks.

    Zuerst gar keine Zivilisation, dann asphaltierte Straßen und hin und wieder ein paar Häuser rechts und links. Diese wunderbaren, süßen Schwedenhäuser. Natürlich in rot! Und dann stand es plötzlich da. Das erste Rentier meines Lebens. Das war wirklich ein besonderer Moment. Vorallem so nah an meinem Auto, dass ich es aus nähster Nähe betrachten konnte. Cool, einfach cool! Auch noch in so einer besonderen Farbe, aber schaut selbst⬇️

    Hallo erstes Rentier🙋‍♀️

    Auf dem Weg zur Road Mission sollten wir noch so einigen Rentieren begegnen. Ganzen Herden, die einfach so, in aller Ruhe über die Straßen schlenderten. Autos ? Die haben doch ‘ne Bremse. So das Motto der Rentiere. Die gehen nicht zur Seite. Wir als “Touris” fuhren ganz langsam heran. Wir wollten natürlich keines der Tiere verletzten und kaputte Auto’s brauchten wir jetzt auch nicht. Die Locals gehen da ganz anders ran. Forsch heranfahren und einfach durch. Im Notfall auch im Slalom. Sportlich. Naja, scheint normal zu sein, wenn man das jeden Tag erlebt. Wir jedenfalls staunten noch etwas und genossen die Zeit mit unseren Autos mitten in der Rentier-Herde.

    Damit aber nicht genug! Diese Tour durch Schweden hatte es einfach in sich. Teilweise wussten wir gar nicht wo wir hinschauen sollten und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. So auch an diesem Naturschauspiel, bei dem wir gar anhalten mussten! Kein Weg führte daran vorbei hier auszusteigen und dieses Landschaftsbild zu bewundern. Diese unglaubliche Kraft des strömenden Wassers. Wow! Ein paar Aufnahmen wurden gemacht – Klaro! Und das sah dann so aus⬇️ Ist das nicht der Wahnsinn?

    Wow! ( Foto: Lucas Mainca)

    Zwischen dieser wunderschönen Strecke und der nächsten Aufgabe durften wir einen wichtigen Aspekt nicht vergessen. Noch heute werden wir Schweden verlassen. Das bedeutet: Mission Blue Paperclip! Ein Tausch in Schweden. Neben einem kleinen Einkauf in einem schwedischen Dorf suchte ich den Parkplatz nach Menschen ab, um meine Flasche Bier zu tauschen. Zugegeben, die war schon recht schwer, dafür dass der folgende Gegenstand erneut mindestens 100g mehr wiegen muss. 3 Locals, 3 Fails. Aber ein paar kleine Geschäfte gab es hier auch noch. Rein in Geschäft Nummer 1. Wieder negativ. Die Verkäuferin war so lieb und engagiert, doch fand sich leider kein Gegenstand für mich. Egal, nicht aufgeben! Im nächsten Laden sollte ich Glück haben. Ein junger Schwede stand an der Kasse. Super sympatisch und sprach perfekt Englisch. Ich erklärte ihm mein Anliegen und sagte dazu, dass es auch kein Problem wäre, wenn er meine Flasche Bier einfach gegen eine große Flasche Wasser tauschen würde. Hauptsache ich habe getauscht. Ja ok meinte er, im Notfall machen wir das so, aber das wäre ja langweilig. Also ging er auf die Suche, und das nicht zu kurz. Mit was er wieder kam? Ganz verrückt. In den Händen hielt er eine Gaskartusche für Airbagwesten. Cool. Das mit dem Gewicht war zwar eher knapp, aber die Sache an sich, so einen coolen Gegenstand zu bekommen und sein Engangement waren einfach nur bemerkenswert. Ich nahm die Gasflasche und bedankte mich mehrfach!

    Die Road Mission startete knapp hinter der norwegischen Grenze. Ähnlich der Road Mission aus Stage 2, gab es einen Start und einen Zielpunkt, an dem jewels ein Foto mit unserem Rallye Fahrzeug geschossen werden sollte. In diesem Fall mit einem Zusatz: Die gesamte Road Misson soll in einem Konvoy von mindestens 3 Rallye Teams gefahren werden. Das Erste Foto an der Einfahrt zum Lake Auresunden. Desweiteren bestand die Road Mission daraus einmal und den Lake Auresunden herum zu fahren und am westlichsten Punkt das Zielfoto aufzunehmen.

    Road Mission✅ Sogar mit 6 Rallye Teams!

    Nach dieser Aufgabe gab es nur noch ein Ziel. Das Midsommer Rallye Camp. Gleichzeitig unser Ziel an für diese Stage und der Standort, an dem die Tagesaufgabe erledigt werden sollte. Die letzten Kilometer zum Camp waren nur durch eine einzige Straße erreichbar. Somit trafen wir mit der Zeit auf mehrere Rallye Mitlglieder und fuhren in einem Konvoy von ca. 10 Fahrzeugen bis zur Camp-Einfahrt.

    Konvoy zum Sommercamp

    Angekommen am Sommercamp wurden wir mal wieder herzlichst vom SAC empfangen. Rauf auf die Campingwiese, Plätzchen suchen und dann fix etwas Essen gehen. Der SAC hatte ein nettes Abendessen für alle Rallye-Teilnehmer vorbereitet. Anschließend widmeten wir uns der Tagesaufgabe. Das Bier, welches wir aufbewahren sollten bis wir das Sommercamp erreichen soll nun geöffnet werden, um gemeinsam anzustoßen. Einmal komplett auf der gegenüberliegenden Seite der Campingwiese konnte man das große Lagerfeuer nicht übersehen. Die Stimmung war ausgelassen und die Kulisse vor dem River Nea einfach der Wahnsinn! Aber davon überzeugt euch gerne selbst während ihr die folgenden Bilder anschaut. Wir verbrachten einen entspannten Abend in bester Gesellschaft. Müde? Waren wir gar nicht. Trügerisch, denn es war schon 01:30. Dies fiel allerdings keinem von uns auf, da es immernoch taghell war. Bis wir einen Blick auf die Uhr warfen und nicht schlecht staunten, gar etwas erschrocken waren, denn der nächste, lange Rallye-Tag war bereits angebrochen – Mal wieder!

    Die wunderschöne Location am River Nea
    Gresslifoss Camping

    Fazit

    Norwegen ist so wunderschön – da gibt es keine Diskussionen. Und diese Helligkeit mitten in der Nacht ist einfach surreal. Meine Motivation ist weiterhin grenzenlos und ich bin einfach nur dankbar sowas erleben zu dürfen!

    Ca. 400km | 9,5h auf der Straße | 2 Kaffee | 5h Schlaf | Stimmung 6/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 3 der Baltic Sea Circle 2026!

    Danke, dass du Teil dieser Reise bist!

  • Stage 2 – Es wird ekelig!

    Standort unseres Nachtlagers

    Wann ich am Vortag im Bett gelandet bin, habe ich euch bereits berichtet. Spät, sehr spät. Um genau zu sein, um 3 00 Uhr. Ca. gegen 9 00 Uhr, wollten wir an Tag 2 wieder in den Autos sitzen. Ich sage bewusst nicht am nächsten Tag, weil der ja quasi schon angebrochen war. Andererseits spricht man erst vom nächsten Tag, wenn man geschlafen hat oder ? -> Dieses Thema begleitete uns fast täglich. Also seht es so, wie ihr es wollt – mehr Schlaf wird es nicht und der Folgetag wird unweigerlich anbrechen, oder ist es schon!😅

    Ich wäre natürlich nicht ich, wenn ich nicht noch einen oben drauf setzen würde. Mein Plan war es, am nächsten Morgen eine Runde laufen zu gehen. Die Vorstellung am ersten Tag in Scandinavien durch einen wunderschönen, schwedischen Wald zu laufen, klang für mich sehr verlockend und durch das ganze Sitzen im Auto, wäre ein wenig Bewegung wirklich angenehm. Meine Idee waren sicherlich gut, doch die Umsetzung und die Umstände ließen etwas zu wünschen übrig. Ja, so eine Laufrunde in der schwedischen Natur ist wunderschön. Ein weiterer Faktor ist aber das Wetter. Es war Regen angesagt. Und das nicht zu wenig. Laufrunde verschieben war nicht möglich, dass ließ die Rallye-Tagesplanung nicht zu. Also, Augen zu und durch! Wird schon nicht so schlimm und es wird ja sicher auch nicht die ganze Zeit in strömen gießen. Dachte ich. Falsch gedacht! Es hat so heftig geregnet, dass ich innerhalb der ersten 3 Minuten bis auf den Schlüppi nass war. Naja, nun kann es auch weiterhin so stark regnen. Meine Laufrunde hatte ich nicht so lang gewählt, da ich anschließend noch genug Zeit zum Duschen haben wollte. Negativ die Zweite! Die Laufrunde entpuppte sich als ewig langer Runway durch den strömenden Regen. Ich denke ca. 10km am Ende. Mit Zusatzgewicht, denn mein dicker Pulli, der mich eigentlich vor dem skandinvischen Wind und den knappen Temperaturen, um die 10 Grad am Morgen, schützen sollte, war mehr als vollgesogen vom ganzen Regen. Na gut, was solls. An Bewegung ist noch keiner gestorben und den Rest des Tages werde ich ja eh übewiegend im Auto sitzen, also kann ich mich jetzt auch erstmal ordentlich auspowern.

    Laufrunde im Starkregen

    Endlich zurück am Auto. Der Wasserhahn des Himmels wurde übrigens pünktlich bei meiner Ankunft zugedreht. Danke für gar nichts. Aber positiv denken -> so kann ich wenigstens im trockenen duschen, und das Dachzelt einklappen, um mich Abfahrbereit zu machen. HAHAHAHA, Wunschvorstellung! Wovon träume ich hier eigentlich -> ist natürlich beides nicht eingetroffen! Bin im Regen zur Dusche und beim Abbauen wurde ich ebenfalls nass. Hätte ich mir das Abtrocknen nach der Dusche auch sparen können. Es war alles einfach mehr als nass. Mir war kalt. Ich war müde. Da hilft nur eins. Rallyeplanung im Regen, Wege auf der Karte einzeichnen und ab auf die Piste für weitere ca. 580 km. Nach 5h Schlaf, lagen 13,5 weitere Stunden auf der Straße vor uns!

    Die Dusche

    “Es gab eine Dusche”, beschreibt in diesem Fall eine frische Angelegenheit. Am Vortag auf unserer kleinen, nächtlichen Exkoursion zum Strand, hatte ich eine top Stranddusche entdeckt. Im Regen, bei frischen Temperaturen und ordentlich Wind, nichts für Weichgekochte. Trotzdem, egal wie unbequem so eine eiskalte outdoor Dusche ist -> Das belebt einfach wahnsinnig. Jedes Mal aufs Neue. Und durchgeschwitzt, nach einer Laufrunde, ist die Überwinding auch nur noch halb so groß. 10/10 die Dusche, dann noch mit dem Ausblick und dem Rauschen des aufgewühlten Meeres – Was für ein Start in den Tag! Klar, dass ich nicht die Einzige war mit dieser Idee. Gemeinsam mit einer weiteren Gruppe von Rallye-Teilnehmern genossen wir diesen ganz besonderen Vibe. Achso, Badeklamotten hatten da nichts zu suchen. Für nur schnell duschen -> unnötig. Ich war die einzige, weibliche Person dort. Ein junges Mädel, in mitten von einer Männergruppe nackt am Duschen. Ganz normal! Da ist nichts dabei, merkt euch das. Ich habe mich in keiner Sekunde auch nur minimal unwohl gefühlt und genau so sollte es sein. Danke Männer für eine weitere positive Erfahrung in Situationen wie dieser, die doch so oft kritisch gesehen werden.

    Fotograph mit im Gepäck

    Mehr als frisch, packte ich meine restlichen Sachen in den Bulli und gemeinsam studierten wir noch fix die Aufgaben des Tages. Ein wenig mussten wir sowieso noch warten, da wir eine besondere Begleitung bekommen sollten. Am Vortag kamen wir mit dem Rallye-Fotograph ins Gespräch. Nach der letzten Foto-Session mit einer anderen Gruppe, stieg er a Tag 2 bei uns mit ein. Richtig cool -> Jetzt gibt’s geile Shot’s! Und die Bilder sind wirklich richtig cool geworden! Hier mal ein erster Eindruck⬇️

    Rolling-Shot – by Lucas Mainka

    Secret Mission

    Auf zur ersten Mission des Tages, die Secret Mission.

    Auf dem Weg zur Secret Mission

    Auf diesen Missionen wird irgendwo an einem umschriebenen Ort ein “Schatz” versteckt. Das Team, welches den Schatz als erstes findet, darf ihn behalten. Um die Punkte der Secret Mission trotzdem zu bekommen, müssen alle anderen Teams das Versteck des Schatzes trotzdem finden und wie immer ein Foto mit einem Teammitglied und dem Spot machen. Secret Missions, gab es 3 auf der gesamten Rallye. Auf dieser ersten Challenge führte der SAC uns von unserem Nachtlager am Strand Sibirien in die Nähe der Ortes Värö. Etwas mehr als 150km entfernt. Über Land wurden daraus 3 Fahrtstunden. Sehr ländlich gelegen, führte uns die Schatzsuche in ein Waldgebiet. Geprägt von Felsen und Steinen. Wir liefen durch eine Schlucht, anschließend ein kleines Stück rechts und einen weiteren Felsen hinauf. Die Hinweisbilder und der Informationstext über die Secret Mission ließen darauf schließen, dass der Schatz hier irgendwo im Baum hing.

    Secret Misson, hier war der Schatz versteckt

    “Hing” war das Stichwort. Es war bereits Mittagszeit -> da waren wir natürlich nicht mehr die Ersten. Morgens gegen 9 00 Uhr, direkt nach der Information über die Secret Mission in der BSC Gruppe, war der Schatz schon gefunden. Egal, Punkte gab es trotzdem. Der Inhalt bestand aus ein paar Goodies & Snacks vom SAC. Umsonst waren wir also nicht hier und zusätzlich bot dieser wunderschöne Ort sich an, um noch ein paar Fotos und Aufnahmen zu machen. Schließlich hatten wir einen Fotograph dabei, das muss genutzt werden!

    Team-Foto in der Schlucht auf dem Weg zur Secret Mission ( Foto: Lucas Mainka)
    Was für eine Aussicht über Schweden’s Natur ( Foto : Lucas Mainka)

    Zurück an den Autos planten wir noch fix unsere Weiterfahrt. Eine Detour-Mission, obwohl es an Tag 2 eigentlich gar keine gab.

    Daily buisness – Rallye Vibes ( Foto: Lucas Mainka)

    Task of the day

    Surströmming – Drive lautete die Tagesaufgabe. Surströmming ist dieser besonders intensiv riechende, eingelegte Fisch. Er gilt als Delikatesse. Kaufe Surströmming und transportiere die geöffnete Fischdose mindestens 100km in deinem Rallye-Fahrzeug. Als Beweis, schieße ein Foto von der offenen Fischdose, inklusive des Kilometerstandes deines Fahrzeugs, am Start und am Ende der Fahrt. Alles klar, auf zum nächsten Supermarkt. Diesen mussten wir allerdings erstmal finden. Das gestaltete sich gar nicht so einfach, da zu dieser Jahreszeit nicht die Saison für diesen Fisch war. Selbst in großen Supermärkten ist die Chance gering. Erst beim 3. Versuch wurden wir fündig. Das kostete natürlich wieder richtig Zeit und Kilometer. Aber 20 Punkte einfach so auf der Strecke lassen, kam uns nicht in die Tüte! Nun ging es ans Öffnen der Dosen. Direkt vorm Supermarkt – Ach ja, einen Dosenöffner hatte keiner von uns dabei! -> aber wir waren ja zum Glück noch direkt vorm Supermarkt. Wir zogen uns Einmalhandschuhe über die Hände. Gute Entscheidung, denn an den Fingern wollte ich diesen Geruch nicht haben. Vergleichbar mit einem richtig würzigen Käse. Ist der Geruch erstmal am Finger, läuft er dir den gesamten Tag hinterher.

    Halt am Supermakt zum Fisch kaufen

    Die Dosen waren geöffnet und zugegeben, das riecht schon unangenehm aber meiner Meinung nach alles aushaltbar. Habe den Fisch draußen kurz ausmüffeln lassen, ihn dann in 3 Plastiktüten eingewickelt, damit falls etwas ausläuft mein Auto nicht mit der Suppe vollgeschmiert wird. Ein Special fiel mir ein : Das Streu Der TrockenTrennToilette soll ja dafür Sorgen den Feststoffen 💩 die Feuchtigkeit und damit den Geruch zu entziehen. Ich glaube das war mein Gamechanger. Ich hatte wirklich wenig Geruch im Auto und bin am Ende sogar um die 300km mit der Dose im Auto gefahren, weil ich sie schlichtweg vergessen hatte. Optional würde sich dafür auch Katzenstreu anbieten😅

    Surströmming Drive – Let’s Go! ( Foto: Lucas Mainka)

    Foto Competition

    On the road erspähten wir einen Local auf seinem Rasenmähertrecker. Was es damit auf sich hatte ? Im Roadbook gibt es eine weitere Seite mit verschiedenen Aufgaben. 9 kreative Missions die mit einem Foto festgehalten werden müssen. Eine davon: Helfe einem Local beim Rasenmähen. Unsere Chance! Angehalten, den armen Kerl auf english vollgelabert, verstanden hat er jedoch rein gar nichts. Hände, Füße und ein paar komische Geesten mussten also her, um ihm irgendwie zu erklären, dass 3 Personen ein Foto auf seinem Rasemähertrecker brauchten. Ca. 70 Jahre würde ich ihn schätzen – er war sicherlich durch den Wind von unserer überfallartigen Aktion … ABER -> Die Foto’s waren im Kasten.

    Foto Mission – Helfe einem Local beim Rasenmähen

    Es hieß mal wieder keine Zeit zu verlieren! Der Tag ist kurz und es war schon wieder Abend. Und die Road Mission musste auch noch erledigt werden. Da mussten wir allerdings erstmal hinfahren und diese bestand dann ebenfalls aus einer Fahrt durchs Ungewisse – so die Angaben im Roadbook. Und danach brauchten wir noch einen Stellplatz für die Nacht. Ihr merkt, auch Tag 2 hatte es in sich! Auf dem Weg zur Road Mission entdeckten wir auf einem Grundstück mit Haus ein altes, weißes Auto. Genauer gesagt nur einer von uns, der Rest wäre wahrscheinlich einfach vorbei gefahren, inklusive mir. Augen auf während der Rallye! Kommando kehrt! Denn eine der Foto Missions war es, einen echten Saab 99 zu finden und ihn mit unserem Rallye Fahrzeug abzuschleppen – inklusive Foto versteht sich. Zurück am Grundstück, wo der vermeintliche Saab 99 stehen sollte, wurden wir nicht enttäuscht. Die Freude und Euphorie war riesig, wurde allerdings schnell gedämpft als keiner zuhause war. Autos standen auf dem Hof, aber die Türe öffnete sich auch nach mehrfachem Klingeln nicht. Naja, und einfach so ein Abschleppseil an ein wildfremdes Auto hängen, kannst’ jetzt auch nicht bringen. Mit hängenden Köpfen, so knapp vorm Ziel, schlurften wir zurück zu unseren Auto’s. Doch plötzlich öffnete sich die Haustür doch noch. Wir wurden wirklich nett empfangen. Nach kurzer Erklärung, hing das erste unserer Fahrzeuge schon am Saab bzw. eher andersherum. Einer der Locals sprach zum Glück recht gut Englisch. Wir unterhielten uns kurz über die Rallye, sie waren total begeistert. Sogar Instagram tauschten wir aus, weil die Tochter des Saab-Besitzer’s uns weiterhin etwas verfolgen wollte. Was für eine tolle Begegnung! Und wer kann schon von sich behaupten, mal so einen coolen Saab 99 am seinen Auto hängen gehabt zu haben😜

    Foto Mission – Finde einen Saab 99 und schleppe ihn ab (Foto: Lucas Mainka)

    Road Mission

    Die Uhr zeigte bereits 21:16 als dieses Foto aufgenommen wurde. Die Road Mission sollte am nördlichsten Punkt einer Straße (der 239) starten. Genannt “Road’s to nowhere”! Bevor wir allerdings abseits der befestigten Straße fuhren mussten wir ein Beweisfoto an der Einfahrt schießen.

    Start Road Mission – Road’s to nowhere ( Foto: Lucas Mainka)
    The Road! Wow! ( Foto: Lucas Mainka)

    Einige Zeit fuhren wir durch die zwar eintönige, aber wunderschöne Natur Schwedens. Einfach nur Bäume, die Schotterpiste, das Geräusch meines Bullis und das Zischen des nassen Untergrundes, durch den vielen Regen. Herrlich. Eine knappe Stunde lang sahen wir nichts Anderes. Geschwindigkeit zwischen 10km/h & 50km/h, manchmal auch etwas schneller. Sehr entschleunigend. Zwischendurch nutzten wir die malerische Landschaft mal wieder für ein paar coole Aufnahmen. Das sah dann auch gerne mal so aus⬇️

    Alles für gute Aufnahmen

    Angekommen am Ende der Road Mission. Da musste wieder ein Foto aufgenommen werden. Und wie geil sieht das bitte aus? Mega!

    Geschafft! Detour Mission✅

    Für diesen Tag waren nun also alle Aufgaben erledigt. Übernachten müssen wir aber auch noch irgendwo -> Jetzt hieß es also Stellplatzsuche. Eine Empfehlung gab es im Roadbook. Ein Campingplatz, gar nicht so weit entfernt. Dort angekommen waren wir mittelmäßig begeistert. Eigentlich wollten wir nur auf einen Campingplatz, um zu duschen. Ich hätte nichtmal eine Dusche gebraucht, die Stranddusche am Morgen ließ mich noch frisch fühlen. Alle Anderen freuten sich dennoch auf eine Erfrischung. Der Uhrzeit zu schulden war am Campingplatz jedoch schon lange Feierabend. Nicht unüblich um ca. 23 00 Uhr. Wir beschlossen also nicht hier zu bleiben, nutzten aber frecherweise die dort vorhandenen Mülltonnen. Denn wer aufmerksam gelesen hat, fragt sich sicherlich was in der Zwischenzeit mit unserem Stinkefisch passiert ist. Richtig, nichts! Der “moggte” immer noch fröhlich in unseren Auto’s herum. Bevor dieser die Mülltonne mit seinem Geruch bereichern durfte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen ihn wirklich mal zu probieren. Immerhin gilt er als Delikatesse. Dafür muss er allerdings vernünftig zubereitet werden. Die Möglichkeit ergab sich mir in diesem Falle nicht -> also Augen zu oder besser gesagt Nase zu und durch! Dabei ist dieses Foto entstanden ⬇️

    Surströmming Taste Test

    Ich bin ehrlich, zu mehr als nur kurz mit der Zunge zu testen ist es nicht gekommen. Er schmeckt super salzig und dadurch, dass ich ihn nicht vernünftig abgewaschen habe, schmeckte ich natürlich den stinkenden “mogg” dieser Flüssigkeit, in der der Fisch eingelegt ist. War jetzt nicht zum Übergeben ekelig aber reichte dann auch.

    Nun brauchten wir aber wirklich einen Schlafplatz. Noch ein kleines Stück entfernt, bogen wir mal wieder in den Wald ein. Und lasst es euch gesagt sein, dieser Platz, war mit einer der schönsten auf denen ich in meinem Leben übernachtet habe! Wir landeten auf einer kleinen Lichtung, direkt an einem See, Wow! Ich war ehrlich geflasht!

    Traumplatz

    Die Anderen badeten noch im See, ich fühlte mich wie gesagt noch frisch genug und war auch einfach platt und müde. Fix das Dachzelt aufgebaut, indem ich in dieser Nacht allerdings nicht geschlafen habe. Der Fotograph brauchte einen Schlafplatz. Kein Problem, ich habe mehrere Schlafplätze. So machte ich es mir unten im Bulli bequem und oben im Dachzelt ist Lucas für diese Nacht eingezogen. Schlafenszeit! Es liegt wieder ein langer Rallye Tag hinter und ein nächster langer Rallye Tag vor uns – um 00:10 sagte ich also Gute Nacht😴 Hier noch ein paar Bilder vom wunderschönen Stellplatz⬇️

    Mein Zuhause
    Team
    Golfrich
    Traumspot

    Fazit

    Geiler Tag in Schweden aber nun freue ich mich auf Norwegen. Dort wollte ich schon immer mal hin! Einen Stern abzug für die Stimmung, da das Wetter wirklich nicht schön war.

    Ca. 580km | 13,5h auf der Straße | 4 Kaffee | 5h Schlaf | Stimmung 4/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 2 der Baltic Sea Circle 2026!

    Danke, dass du Teil dieser Reise bist🫶

  • Stage 1 – Das habe ich nicht erwartet !

    Guten Morgen „Gut Basthorst“!

    Nach einer sehr kurzen Nacht (ca. 3 Stunden Schlaf) hieß es: Dachzelt zusammenklappen, runter von der Camping-Wiese und rauf auf die Startbahn. Wir wurden in Reihen angeordnet, um ein Chaos auf dem Weg zur Startlinie zu vermeiden. Bis dahin war allerdings noch etwas Zeit. Ca. 8 Uhr war es. Um 10:30 Uhr sollte das erste Rallye-Team die Startlinie überqueren. Bis dahin mussten sich alle Teilnehmer darum kümmern das Roadbook abgeholt und sich anschließend damit vertraut gemacht zu haben. Das war gar nicht so einfach. In der gefüllten Veranstaltungshalle, mit einem richtig hohen Lautstärkepegel das Roadbook zu studieren, war für mich nahezu unmöglich. Ich konnte mich durch das ganze „WirrWarr“ auf gar nichts konzentrieren. Zum Glück war ich ja aber nicht allein. Die beiden Jungs von Golfrich Adventure gesellten sich wieder zu uns und wir studierten das Roadbook zu viert.

    Ordnung vor der Startlinie

    Das Roadbook

    Wow. Das ist im ersten Moment ganz schön komplex. Task of the day, Road Mission, Detour Mission, Secret Misson, Action Station, alle Regeln, Karte studieren, Mission Blue Paperclip, Photo Missions … Hilfeeeee! Erstmal locker bleiben, das Wichtigste für den heutigen Tag raussuchen und den Weg auf der Karte einzeichnen, um zunächst die ersten paar 100km fahren zu können. Ich erkläre euch das Roadbook nocheinmal ausführlicher in einem extra Beitrag, alles Andere würde hier den Rahmen sprengen.

    Starlinie ✅

    Zurück am Auto, war ich jetzt schon richtig aufgeregt. 30 Minuten bis zum Startschuss. Vorher wurde vom SAC noch ein Gruppenfoto mit allen Teams an der Startlinie gesichert. Nun hieß es ab in die Auto‘s, Motor an und auf die Anweisungen der Ordner warten. Mit als einer der Ersten durfte ich die Startline überqueren -> Ab jetzt werden ordentlich Kilometer geschafft. Doch wie viele es an diesem Tag wirklich wurden, bzw. wann wir erst an unserem Zielort ankommen werden, davon hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen blassen Schimmer – Ein Glück! Team Golfrich trafen meine bisherige Reisebegleiterin und ich an einer Tankstelle wieder. Nach einem kurzen Austausch über WhatsApp, ob wir nicht erstmal zusammen weiterfahren wollen. Gesagt getan. Zugegeben, wir waren froh darüber, denn als Einzelkämpfer ist das schon ‘ne Nummer mit dem Lesen der Landkarten. Klar kann man sich vorher alles vernünftig markieren, Ortsnamen und Straßen sowie Abfahrten rausschreiben, aber sind wir ehrlich – hatten wir bis dato nur grob. FUN FACT: Ich hätte nichtmal gewusst ob ich rechts oder links nach der Startlinie abbiegen muss🤣 Typisch ich, aber so bin ich nunmal. Komplett verplant und gerne auch unvorbereitet. Nach dem Motto -> Wird schon werden und siehe da, wurde es ja auch. Wir hatten nun also einen Golf 2 als Anführer. Einen besseren Ausblick gibt es doch gar nicht oder ? Also doppelter Jackpot.

    Wichtig!

    Bevor wir uns den ersten Aufgaben des Tages widmeten, durfte eine weitere Mission nicht vergessen werden. Mission Blue Paperclip! Wir bekamen bei Übergabe des Roadbooks einige Gegenstände zusätzlich überreicht. Unter Anderem eine kleine, blaue Büroklammer. Aufgabe war es, in jedem Land einen Gegenstand zu tauschen – Begonnen mit dieser Büroklammer. Zu beachten: Der Tauschgegenstand muss jedes Mal mindestens 100g schwerer werden. Mein erster Tausch in Deutschland an einer Raststätte wurde eine kleine Wasserflasche. Mit Hinblick auf 8 weitere Tauschgeschäfte vielleicht nicht optimal. Aber besser als nicht getauscht. Team Golfrich hatte ein noch schlechteres Los gezogen – sie tauschten die Büroklammer gegen eine 1,5L Wasserflasche. Das wird eine schwere Angelegenheit bei den weiteren Tauschgeschäften!

    Erster Tausch in 🇩🇪
    Weitere Streckenplanung – Dort waren wir bereits in Dänemark
    Kaffee durfte nicht fehlen – immerhin waren wir schon gute 5h unterwegs und ein Ende? War noch ewig nicht in Sicht!

    Die ersten Rallye – Aufgaben

    Für die Tagesaufgabe (Traditionelle Wikinger Weihe), für die wir am ersten Tag bereits bis nach Süd-Schweden geschickt wurden , mussten wir auf dem Weg dorthin so einige Zwischenstopps einlegen, um bestimmte Dinge einzusammeln. Wir brauchten: Ein Stück deutsches Eisen, einen Feuerstein von der dänischen Küste, den grünen Zweig eines schwedischen Baumes, Wasser aus der Ostsee und symbolisch den Wind des Meeres. Einen Halt hier, einen Zwischenstopp dort, die Suche nach einem Feuerstein ganz woanders. Und ruck-zuck war es 20:30 Uhr. Vor uns lagen allerdings noch die Road Mission & die Detour Mission, die beide noch vor der Tagesaufgabe erfüllt werden mussten. Ich glaube es dämmert euch so langsam, dass dieses hier kein entspannter Roadtrip wird – mir wurde in diesem Moment jedenfalls einiges klar. Und nun gab es 2 Optionen: Durchziehen oder sich schon am ersten Tag dem Roadbook geschlagen geben. Wir waren uns alle einig -> Wir ziehen durch! Geil! Was ein Teamspirit!

    Auf zur Road Misson

    Wie der Name schon sagt, findet diese Aufgabe irgendwo auf der Strecke statt, die wir sowieso fahren. Theoretisch. Aber wie sagt man so schön? Viele Wege führen nach Rom. Das heißt: Erst das Roadbook genau lesen, und die Route so planen, dass die Road Mission auf dem Weg liegt. Zugegeben, auch die Road Missions behinhalteten teilweise Umwege … dabei mussten wir doch auch noch zur Detour Mission. The struggle is real! A Tag 1 war der SAC (Superlative Adventure Club) in diesem Fall allerdings gnädig zu uns. “Last exit before sweden” lautete die erste Road Mission. Kurz vor der Øresund Brücke mussten wir abbiegen und zu Fuß eine Statue suchen, um davon ein Foto zu schießen. Ein Foto mit uns und der Statue der großen Meerjungfrau am Dragør Fort. Zum Glück kein großer Umweg, dennoch gestaltete sich diese Aufgabe etwas schwierig. Direkt an dieser Statue wurde eine recht große Party mit Live-Musik veranstaltet, für die man Tickets brauchte. Not macht erfinderisch. Ein paar Klettereinheiten später war das Foto auf dem Handy.

    Wer findet die Statue?

    Bevor wir weiter fuhren mussten wir noch eine weitere Aufgabe beachten. Mission Blue Paperclip darf natürlich nicht vergessen werden. Und bevor wir Dänemark verlassen, sollten wir unsere Gegenstände nocheinmal getauscht haben. Direkt in diesem Hafen fanden sich ein paar gut gelaunte Camper – Niederländer – die schon merkbar das ein oder andere alkoholische Getränk verzehrt hatten. Nichts wie hin da – angequatscht – viel gelacht – Gegenstände getauscht – nun aber ab nach Schweden.

    Fairer Tausch – Wasser gegen Bier
    Ach und noch fix Ostsee-Wasser für die Tagesaufgabe mitnehmen!

    Dunkel war es bereits. Die Øresund Brücke befuhren wir dazu in strömendem Regen. Wie so viele Streckenabschnitte an diesem Tag. Für mich trotzdem ein Highlight, da ich sie vorher noch nie gesehen geschweige denn befahren habe und eine besondere Bauweise wie diese, sieht man nunmal nicht jeden Tag. Eindrucksvoll waren ebenfalls die starken Winde. Nicht selten wurde das halten meiner Spur zur Aufgabe. Zusätzlich mit dem vielen Wasser auf der Straße fuhren wir alle nicht mehr schneller als 50 – 60km/h.

    Nach einigen weiteren Stunden über Land erreichten wir unsere erste Detour Mission. Um das geforderte Foto mit dem Leutturm zu schießen, mussten wir noch einen kleinen Fußmarsch zurücklegen.

    Detour Mission – Kullen Västra Lighthouse✅
    Und einmal von ganz nah dran!

    Doch kamen uns Zweifel ob dieses überhaupt der richtige Leuchtturm war. Ganz unten an der Spitze der Landzunge gab es nämlich einen weiteren Leuchtturm. Die Angaben im Roadbook dazu waren etwas schwamming – ein etwas längerer Marsch zu Fuß sollte uns bevorstehen – zugegeben, der Weg zu unserem bereits erreichten Leuchtturm war nicht der längste. Doch bis ganz runter zur Landzunge, im Dunkeln, bei rutschigen Bodenverhältnissen und stürmischem Wetter, nach Mitternacht? Vielleicht nicht die beste Idee! Wir beschlossen also: Ein Foto von Weitem muss reichen.

    Foto vom Leutturm ganz vorn an der Landzunge – Aufgenommen um 01:01 – Mitten in der Nacht – Herzlich Willkommen im Abenteuer, wir stecken jetzt mitten drin und ich bin ehrlich, ich habe alles daran geliebt und die Erinnerungen die ich gerade fühle während ich diese Zeilen schreibe, fühlen sich mehr als real an. Mega!
    Scheinbar gibt es sogar einen oder mehrere Wanderwege bis ganz an die Spitze. Für uns unter diesen Umständen allerdings nicht ersichtlich, denn -> Ein weiteres Problem -> Es gab dort kaum bis gar kein Mobilfunknetz, wodurch wir nicht schauen konnten, wo man vielleicht einen Weg hätte finden können.

    Nun gab es nur noch eine Hürde zu nehmen. Die Tagesaufgabe wartete darauf erledigt zu werden. Erinnert ihr euch noch daran, was wir dafür alles einsammeln mussten? Nach einer weiteren Stunde Fahrt und einer Nachwanderung durch den Wald hieß es runter auf die Knie zur “Traditionellen Wikinger Weihe”! … Ich krabbelte also bepackt mit ‘nem Stock auf dem Rücken und einer Eisenstange im Mund, irgendwo mitten in einem schwedischen Wald, nachts um 02:08, einmal um ein UFO-Denkmal herum. Was man eben so macht. All die Mateiralien werden am Ende der Zeremonie auf das Denkmal gelegt und mit dem heiligen Wasser der Ostsee übergossen.

    Zum Verständins: Das Tragen der Elemente auf dem Rücken symbolisiert, die Last der Welt mit der Leichtigkeit des Windes zu tragen. Das Übergießen der Symbole mit Wasser steht für den Segen der Reise.

    Task of the day✅

    Dort wo wir unsere Autos abstellten, um die Tagesaufgabe zu erledigen, blieben wir über Nacht. Gemeinsam mit einer ganzen Menge weiteren Teams. Bestimmt standen dort 30/40 Rallye-Autos. Mein Highlight war natürlich, dass der Golf 2 direkt neben mir stand. Mit einem besseren Ausblick konnte ich nun wirklich nicht schlafen gehen. Dachzelte aufgeklappt, Feierabendbier und ab ins Bett.

    Dachte ich.

    Eine kleine Erkundungstour konnten wir uns allerdings nicht nehmen lassen. Nur 200m weiter hörten wir die Wellen am Strand. Und was gibt es schöneres als einen Tag am Strand, direkt am Meer zu beenden? Richtig, nichts! Ein Glück hatten wir uns die Zeit für diesen kleinen Ausflug noch genommen, denn dort wartete eine große Überraschung auf uns. Schaut euch mal die Aufnahme und die dazugehörige Uhrzeit an⬇️ Halb 3 Uhr nachts und so hell? Ja richtig! Sogar hier in Südschweden wird es schon nicht mehr richtig dunkel. Man könnte meinen, ein kleiner Vorgeschmack auf die Mitternachtssonne, aber das wäre nun wirklich übertrieben. Das ist nochmal ein ganz anderes Level an Helligkeit und Surrealität. Jetzt aber wirklich zurück zu den Autos und ab ins Bett. Was für ein Tag!

    Fazit

    Dass wir nach ca. 17h erst in unseren Betten landen werden, hätte ich nicht erwartet. Dass die Aufgaben so umfangreich sind ebenfalls nicht. Ist das etwas Schlechtes? Auf gar keinen Fall. Mein Ehrgeiz war geweckt. Ich liebte alles daran. Ein kleines Missverständnis gab es dennoch: An diesem ersten Tag hätten wir tatsächlich noch Autobahnen fahren dürfen. Einer der Gründe, warum viele Teams deutlich früher als wir am Zielort waren. Aber was solls. Immerhin können wir von uns behaupten, dass wir ab der ersten Sekunde voll im harten Rallye-Leben angekommen waren und mehr als durchgezogen haben!

    Ca. 700 km | 17h auf der Straße | 3 Kaffee | 3h Schlaf | Stimmung 5/5⭐️ -> Die Reise geht weiter! Das war Stage 1 der Baltic Sea Circle 2026!

    Vielen Dank, dass du Teil dieser Reise bist🫶

  • Stage 0 – Vorbereitung & Anreise

    ⬆️Anreise-Route⬆️

    Ganz ehrlich…

    Gefühlt täglich stellte ich mir die Frage „Wofür das Ganze eigentlich?“ Es gab so einige Situationen in der Vorbereitung, die mich an meine Grenzen gebracht haben. 

    Die größte Herausforderung?

    Definitiv der Bus!

    Bis 2 Tage vor Abfahrt, stand nicht einmal fest ob dieser überhaupt fahrtüchtig sein wird. Die Neue Kupplung musste noch eingebaut werden – Mein Schrauber ? Im Krankenhaus. Werkstätten ? Ich glaube davon, einen Termin in einer Werkstatt zu bekommen, brauche ich jetzt gar nicht anfangen😅 Da könnte ich die Rallye direkt auf nächstes Jahr verschieben.

    Long story short:

    Mein Schrauber hat unmögliches möglich gemacht, und jemanden gefunden, der mir meine Kupplung einbaut. Ich war nicht nur erleichtert, ich war zu Tränen gerührt. An dieser „ollen“ Kupplung hing nunmal die gesamte Rallye.

    Dankeschön, einfach nur Dankeschön dafür!

    Spuk zuende? Pustekuchen!

    Am Ende auch selbstgemachte Sorgen, ABER einfach kann ja auch jeder. Ein paar letzte Highlights sollten am Offroad-Umbau noch vorgenommen werden. Ich brauchte natürlich noch eine Lightbar. Diese wäre eigentlich auch schon verbaut gewesen. Zusammen mit dem Rest. Doch bin ich ja bekannt dafür etwas durcheinander zu sein -> Hatte die Lightbar nur in meinen Amazon-Warenkorb gelegt und nicht bestellt. Und genau das ist mir 3 Tahe vor Rallye-Start eingefallen. Starke Leistung meinerseits. In der Nacht vor Abfahrt zur Rallye, um ca. 2:30, war es dann vollbracht.

    ⬆️Nacht-Aktion Lightbar⬆️

    Der Bus ist fertig – Ich allerdings auch.

    Egal! Zum Jammern war keine Zeit.

    Am folgenden Tag, dem 12.06.2026 um 16 00 Uhr ist Anreise auf dem Gut Basthorst und anschließendes Meet & Greet mit allen Teams. Ca. 200 Teams sollten dort auflaufen. Es starteten 2 Rallyes zusammen, die sich später trennen sollten. Da die „Viking Sun Rallye“ deutlich kürzer ist als die „Baltic Sea Circle Rallye“, und noch vor mitte Norwegen eine andere Route einschlägt.

    Ich reiste mit einer Person an, die ich flüchtig vom Camping & Vanlife Event in diesem und aus dem vergangenen Jahr kannte. Wir beide fuhren allein – Wir beide fahren einen VW Bus (T3 + T4) – das matcht doch schonmal. Namen werde ich hier nicht nennen, ich glaube ihr versteht das. Auf einem Rastplatz, irgendwo vor Hamburg trafen wir uns, um gemeinsam weiter zum Rallye-Treffpunkt auf dem Gut Basthorst zu fahren. Gemütlich mit 80/90km/h spazierten wir mit unseren Bullis über Hamburgs Autobahnen. Das sollte eigentlich auch unsere Reisegeschwindigkeit der nächsten 16 Tage werden, dachten wir, doch das kam dann alles irgendwie ein bisschen anders.

    Angekommen am Treffpunkt wurden wir herzlichst vom Superlative Adventure Club in Empfang genommen und direkt dafür gefeiert, dass wir die Rallye allein bestreiten werden. Eine große Campingwiese stand bereit. Wir waren recht früh, konnten uns also noch austoben, was die Platzsuche anging. Ach, es hat übrigens geregnet, richtig doll. Aber das mit dem Wetter ist in Deutschland ja immer wieder ein Glücksspiel. Allerdings war diese Wetterlage schonmal ein guter Einstand für die kommenden 16 Tage -> mehr verrate ich dazu aber noch nicht.

    Mein Platz auf der Camping-Wiese -> Am Abend war das Wetter übrigens wieder top!

    Nungut, Zeltcamp aufgebaut, ich war nass, aber wie schon erwähnt, als Einstieg in den harten, erbarmungslosen Rallye Alltag genau das Richtige.  Pitschnass gingen wir zur Veranstaltungshalle.  Anmelden, Namensschild abholen, etwas Essen und warten, dass das Meet & Greet startet.

    19 00 STARTSCHUSS 

    Begrüßung vom SAC und ein paar wichtige Infos vorab. Anschließend wurden wir in „gerade“ & „ungerade“ Startnummern aufgeteilt. Mit der 102 reihte ich mich also bei Team „gerade Startnummern“ ein.

    Diese Einteilung sollte für die Rallye später noch von Bedeutung sein. Vorerst wurde aber erstmal ein paar Kennlern-Aktionen und Umfragen wurde gespielt.

    Z.B: 

    -> Das Auto mit den wenigsten PS?

    In diesem Fall ein Trabi mit ganzen 26PS! Der Punkt ging an das Team „gerade Startnummern“.

    -> Das Rallye Team mit dem größten Altersunterschied?

    50 Jahre waren es glaube ich -> Der nächste Punkt für Team „gerade Startnummern“!

    Team „gerade Startnummern“ gewann an diesem Abend die Kennlern-Aktionen -> Allerdings zählte dieser Sieg nicht mit in die Rallye-Wertung. Wäre auch unfair gewesen, da dieses Treffen am Vortag kein Muss war und somit viele Teams auch erst am eigentlichen Start-Tag der Rallye anreisten. Ich verbrachte einen coolen Abend und lernte schonmal einige Teams kennen. Ein Team blieb mir besonders im Kopf! Beim Team-Dating kamen die beiden Jungs als Erste auf uns zugelaufen. Ultra Sympathisch – aber wie soll es auch anders sein – unterwegs in einem Golf 2, die können ja nur cool drauf sein. Diese beiden sollten auch noch eine große Rolle auf der Rallye spielen.

    Andere Teams kennenlernen -> Die Drei fuhren in einem Renault Twingo mit Anhänger, coole Jungs und geile Sache mit einem Twingo zu fahren!

    Zurück auf der Camping-Wiese

    Dort wurde noch das ein oder andere Bierchen gezischt. So langsam wurde es aber auch Zeit fürs Bett -> die nächsten Wochen werden anstrengend genug. Um ca. 00 00 lag ich in meinem Dachzelt. Das sollte in den nächsten 16 Tagen übrigens einer der Tage werden, an denen ich „früh im Bett liege“ -> habe dann allerdings noch bis ca. halb 3 ein REEL geschnitten und mich um Instagram gekümmert. Total dämlich eigentlich, aber ich wollte unbedingt zum Rallye-Start ein REEL online gehen lassen. Fühle mich schon richtig als Influenzer😅 Naja, ich möchte euch einfach so gut wie möglich an meinen Abenteuern teilhaben lassen, dann gehört soetwas nunmal dazu und ich bin ehrlich: Ich mach das total gerne! Und an diese Schlafenzeit von 3 bis 4 Stunden pro Nacht konnte ich mich schonmal gewöhnen für die kommenden Tage -> Zum Glück hatte ich von davon noch keine blassen Schimmer!

    Internet auf der Camping-Wiese war leider Fehlanzeige. Die beiden Jungs aus dem Golf waren jedoch bestens Vorbeitet -> habe direkt Hot-Spot bekommen, richtig cool. Irgendwann fielen mir dann die Augen zu -> Schlafenszeit! Gar nicht so einfach, ich war schon aufgeregt vorm nächsten Tag. Und das durfte ich auch sein. Blöderweise schnarchte einer meiner Nachbarn so laut – und damit meine ich wirklich SOOOO! laut, dass meine Zeltwände vibrierten. Naja, schnarchende Dachzelte sind ja nicht neues für mich. Aber das war schon doll laut🤣

    Wir sehen uns zum nächsten Blogbeitrag | Und glaubt mir -> wir starten direkt mit einem richtig krassen Tag ins Rallye Abenteuer -> mehr geht nicht!

    Stage 1 – Baltic Sea Circle 2026 | DAS HABE ICH NICHT ERWARTET!

         

  • Baltic Sea Circle 2026 – I did it!

    Baltic Sea Circle 2026 – I did it!

    🏅Mit Stolz nahm ich im Zieleinlauf meine Urkunde als „offizieller Abenteurer“ in die Hand 🏁

    Warum schreibe ich dieses Tagebuch?

    Ganz einfach – Um dieses Abenteuer nocheinmal Revue passieren zu lassen und euch hautnah daran teilhaben zu lassen, erstelle ich dieses Rallye-Tagebuch.

    Zusätzlich, um für mich eine tolle Erinnerung zu schaffen und besonders, all das Erlebte überhaupt erstmal zu realisieren und Stück für Stück aufzuarbeiten.

    Denn diese 16 Tage sind einfach nur wahnsinnig schnell an mir vorbeigezogen und viel zu schade, um einen Großteil davon zu vergessen!

    Viel Spaß beim Lesen und Teilhaben an meinem Rallye-Erlebnis. 

    Oder besser gesagt -> jetzt UNSEREM Rallye-Erlebnis -> denn auch du bist ab sofort Teil eines ganz besonderen Abenteuers!

    Vorwort

    Zuerst ein klitzekleines Vorwort – damit ihr etwas Vorwissen habt und direkt mit einem besonderen Vibe in das Tagebuch starten könnt:

    Mit Stolz nahm ich im Zieleinlauf meine Urkunde als „offizieller Abenteurer“ in die Hand.

    Zurecht, denn diese 16 Tage waren nichts für schwache Nerven -> besonders nicht in meinem Fall, denn jeden einzelnen der knapp 8500km bin ich selbst gefahren.

    Ganz genau, Team _golf_2_go_, Ich, war Einzelkämpferin.

    Aber versteht mich nicht falsch – ich habe alles daran geliebt.

    Meine Freiheit, die etlichen Stunden allein in meinem Bus – nichtmal Musik habe ich gehört.

    Lediglich dem jaulen meiner AT-Bereifung, dem Pfeifen meiner Lightbar im Fahrtwind und dem herrlichen Geräusch des 2,5L 5-Zylinder Motors habe ich gelauscht.

    Für mich, Urlaub fürs Gehirn. 

    Es gibt da so einen Track, der mir seit der Rallye nicht mehr aus dem Kopf geht.

    „When the Engine starts – Ruby Darkrose“, hört gerne mal rein, dann wisst ihr was ich meine und fühle, sobald ich hinter‘m Steuer sitze und fahre!

    Erklärung zum Rallye – Tagebuch

    Jeder Rallye-Tag, dort beschrieben als sogenannte „Stage“, bekommt einen eigenen, ausführlichen Reisebereicht und ein Reel auf Instagram.

    Ich berichte über meine Erfahrungen während der Rallye, Tipp‘s & Trick‘s im Rallye-Alltag und meine ganz persönlichen Erlebnisse, sowie Streckenplanung, Stellplatzsuche und vieles mehr.

    Aber nun zur Rallye! Freu dich auf ->

    Stage 0 – Vorbereitung & Anreise